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BoJ-Vize Himino stellt weitere Zinserhöhungen in Aussicht

Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Ryozo Himino, sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank die Anhebung des Leitzinses fortsetzen und die geldpolitische Unterstützung auf Grundlage der wirtschaftlichen, preislichen und finanziellen Entwicklungen anpassen sollte. 

Wichtige Zitate

Das Risiko, dass die Wirtschaft einen schweren Abschwung erleidet, hat sich verringert.

Ein schwacher Yen steigert die Gewinne globaler Unternehmen, belastet jedoch das reale Einkommen der Haushalte.

Wir wollen die verschiedenen Auswirkungen des schwachen Yen auf die Wirtschaft genau prüfen.

Die Kernaufgabe der BoJ besteht darin, sicherzustellen, dass jeder den Yen als Währung mit Vertrauen und effizient nutzen kann.

Die Geldpolitik zielt nicht darauf ab, die Devisenkurse zu kontrollieren, aber Wechselkursbewegungen gehören zu den wichtigsten Faktoren, die Wirtschaft und Preise beeinflussen.

Wir müssen uns bewusst sein, dass Wechselkursbewegungen über Veränderungen der Inflationserwartungen die zugrunde liegende Inflation beeinflussen könnten.

Die Realzinsen sind im kurz- und mittelfristigen Bereich negativ.

Japans finanzielle Bedingungen bleiben akkommodierend und stützen die Wirtschaft.

Es ist wünschenswert, eine Situation zu vermeiden, in der eine Verzögerung bei einer Zinserhöhung zu einer starken Inflation führt und danach rasche Zinserhöhungen erforderlich macht.

Akkommodierende geldpolitische Bedingungen werden positiv für die Wirtschaft sein.

Die steigende globale Nachfrage nach KI wird sowohl die Wirtschaft als auch die Preise nach oben treiben.

Ein schwacher Yen trägt dazu bei, die Inflation nach oben zu treiben.

Ich bin der Ansicht, dass die BoJ den Leitzins weiter anheben und den Grad der geldpolitischen Lockerung entsprechend den Entwicklungen bei Wirtschaftsaktivität, Preisen und finanziellen Bedingungen anpassen sollte.

Wir müssen uns der Aufwärtsrisiken für die Preise mehr denn je bewusst sein.

Es ist wichtig, die zugrunde liegende Inflation auf einem Niveau um 2% zu stabilisieren.

Wir werden bei jeder geldpolitischen Sitzung unter Berücksichtigung solcher Risiken diskutieren.

Wenn die zugrunde liegende Inflation nach oben auf ein Niveau über dem Preisstabilitätsziel von 2% abweicht, hätte das nachteilige Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Bei der Steuerung der Politik müssen wir verschiedene Faktoren betrachten.

Wir sollten den Aufwärtsrisiken für die Preise mehr Aufmerksamkeit schenken als in der Vergangenheit.

Der Hauptfaktor bei der Steuerung der Politik sind nicht die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Bedingungen, sondern der Ausblick und die Risiken.

Es wird Zeit brauchen, bis die Geldpolitik auf die Preise wirkt.

Der wirksame Einsatz der Geldpolitik kann verhindern, dass die Wirtschaft vom Pfad einer soliden Entwicklung abweicht.

Die größte Herausforderung in unserer Kommunikation liegt in der Frage der Zeithorizonte.

Da die finanziellen Bedingungen akkommodierend bleiben, glaube ich, dass wir rechtzeitig vom Gas gehen und den Leitzins weiter anheben müssen.

Die Beobachtung der aktuellen Bedingungen ist grundlegend für die Einschätzung des Ausblicks und der Risiken, aber die geldpolitische Debatte legt tendenziell mehr Gewicht auf den künftigen Ausblick und die Risiken.

Beim Vom-Gas-Gehen und Anheben der Zinsen müssen wir die Straßenverhältnisse vor uns unter Berücksichtigung der Wettervorhersage und anderer Informationen sorgfältig prüfen.

Wenn wir uns ausschließlich auf unmittelbare Reaktionen konzentrieren, laufen wir Gefahr, den gesamten Umfang der Auswirkungen einer politischen Maßnahme aus dem Blick zu verlieren.

Der Abwärtsdruck auf die Wirtschaft und der Aufwärtsdruck auf die Preise werden sich daher materialisieren, aber das Risiko von Versorgungsengpässen, die zu schweren wirtschaftlichen Abschwüngen führen, hat sich verringert.

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt das Paar USD/JPY 0,04% im Minus bei 159,24.

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.

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