Mexikos Notenbank senkt Leitzins wie erwartet auf 6,50 Prozent
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie Banco de Mexico (Banxico) senkte am Donnerstag wie von den Marktteilnehmern erwartet die Kreditkosten um 25 Basispunkte von 6,75% auf 6,50%, obwohl die Zentralbank bekannt gab, dass das „Risiko für den Verlauf der Inflation innerhalb des Prognosehorizonts weiterhin nach oben verzerrt ist.“
Die Entscheidung der Zentralbank war nicht einstimmig, da die stellvertretenden Gouverneure Galia Borja und Jonathan Heath für eine Beibehaltung der Zinssätze stimmten.
Der Vorstand von Banxico stellte fest, dass die Entscheidung den Lockerungszyklus abschließt, der im März 2024 begann, und fügte hinzu, dass „die wirtschaftlichen Kapazitätsreserven voraussichtlich größer sein werden als zuvor angenommen.“
Wichtige Punkte:
VORSTANDSMITGLIEDER HEATH UND BORJA STIMMTEN FÜR BEIBEHALTUNG DES ZINSSATZES
VORSTANDSMITGLIEDER RODRIGUEZ, MEJIA UND CUADRA STIMMTEN FÜR ZINSSATZSENKUNG
DIE KERNINFLATION WIRD ERWARTET, IM 2. QUARTAL 2027 DAS ZIEL ZU ERREICHEN
BLICK NACH VORN: DER VORSTAND SCHÄTZT, DASS ES ANGEMESSEN SEIN WIRD, DEN ZINSSATZ AUF DEM AKTUELLEN NIVEAU ZU HALTEN
RISIKOBILANZ FÜR DEN INFLATIONSPFAD INNERHALB DES PROGNOSEHORIZONTS BLEIBT NACH OBEN VERZERRT
BEI DER ENTSCHEIDUNG WURDEN WECHSELKURSNIVEAUS, SCHWÄCHE DER WIRTSCHAFTSTÄTIGKEIT UND DAS UMGESETZTE MONETÄRE EINSCHRÄNKUNGSNIVEAU BERÜCKSICHTIGT
ES WIRD ERWARTET, DASS DIE WIRTSCHAFTLICHEN KAPAZITÄTSRESERVEN GRÖSSER SIND ALS ZUVOR ERWARTET
ES GIBT KEINE ANZEICHEN FÜR ZWEITRUNDEFFEKTE DURCH DIE ZU BEGINN DES JAHRES ERGRIFFENEN FISKALMAßNAHMEN
DIE ENTSCHEIDUNG SCHLIESST DEN ZYKLUS AB, DER IM MÄRZ 2024 BEGANN
Banxicos Inflationsprognose
Die mexikanische Inflation rechtfertigt Banxicos Entscheidung nicht
Zuvor berichtete die nationale Statistikbehörde Mexikos (INEGI), dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im April um 4,45% YoY gestiegen ist. Die Kernzahlen stiegen ebenfalls um 4,26%, was um ein Zehntel Prozentpunkt unter den Schätzungen der Ökonomen lag.
Banxico - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank von Mexiko steuert die Geldpolitik des Landes mit dem Ziel, die Inflation bei rund 3 % zu halten.
Die mexikanische Zentralbank Banxico steuert die Geldpolitik des Landes durch die Anpassung des Leitzinses. Bei hoher Inflation werden die Zinsen erhöht, um die Nachfrage zu drosseln und die Wirtschaft zu bremsen. Höhere Zinsen stärken in der Regel den Mexikanischen Peso (MXN), während niedrigere Zinsen den Peso schwächen. Die Zinsdifferenz zur US-Notenbank (Fed) spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die mexikanische Zentralbank, Banxico, trifft sich achtmal jährlich, wobei ihre geldpolitischen Entscheidungen stark von der US-Notenbank, der Federal Reserve (Fed), beeinflusst werden. Oft tagt Banxico eine Woche nach der Fed, um auf deren Maßnahmen zu reagieren – und in manchen Fällen auch, um sie vorwegzunehmen. Nach der Covid-19-Pandemie erhöhte Banxico beispielsweise die Zinssätze noch vor der Fed, um eine starke Abwertung des mexikanischen Peso (MXN) zu verhindern und Kapitalabflüsse zu stoppen, die das Land destabilisieren könnten.
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