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AUD/JPY rutscht nahe 94,00 – Risikoaversion belastet den Kurs

  • AUD/JPY schwächt sich auf fast 94,00 in der asiatischen Sitzung am Donnerstag.
  • Die australische Arbeitslosenquote blieb im Mai wie erwartet bei 4,1% stabil. 
  • Risikovermeidungstimmung angesichts eskalierender Spannungen im Nahen Osten stärkt den japanischen Yen. 

Das Währungspaar AUD/JPY zieht während der asiatischen Handelsstunden am Freitag einige Verkäufer um 94,00 an. Der Japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) angesichts der steigenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Händler werden die Daten zum nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans für Mai und die Protokolle der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan (BoJ), die später am Freitag fällig sind, im Auge behalten. 

Die am Donnerstag veröffentlichten Daten des Australian Bureau of Statistics (ABS) zeigten, dass die Arbeitslosenquote des Landes im Mai bei 4,1% stabil blieb, was dem Marktkonsens entspricht. Unterdessen belief sich die Veränderung der Beschäftigung im Mai auf -2,5K gegenüber 87,6K zuvor (revidiert von 89K), verglichen mit dem Konsens von 25K.

Die australischen Beschäftigungsdaten können den Aussie nicht stärken, da die Händler die Entwicklungen rund um die Spannungen zwischen Israel und dem Iran genau beobachten. Die Angst, dass eine direkte US-Beteiligung den Konflikt ausweiten könnte, fördert die Zuflüsse in sichere Häfen und unterstützt den japanischen Yen.

Bloomberg berichtete am frühen Donnerstag unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass "US-Beamte sich auf einen möglichen Angriff auf den Iran in den kommenden Tagen vorbereiten." Spät am Dienstag sagte US-Präsident Trump, dass er Angriffspläne für den Iran genehmigt habe, diese jedoch zurückgehalten habe, um zu sehen, ob Teheran sein Atomprogramm aufgeben würde. Trump betonte sein Bestehen auf Irans bedingungslose Kapitulation, aber der iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei wies die US-Forderung zurück.

Andererseits könnten reduzierte Wetten auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) in diesem Jahr den JPY belasten und Rückenwind für AUD/JPY schaffen. Der vorsichtige Ansatz der BoJ zur Rückführung ihrer jahrzehntelangen geldpolitischen Anreize hat die Händler dazu veranlasst, ihre Erwartungen über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung auf das erste Quartal 2026 zu verschieben.

Risikostimmung FAQs

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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