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Nachrichten

AUD/JPY rutscht unter 106,50 – Flucht in sichere Häfen belastet

  • AUD/JPY schwächt sich im frühen europäischen Handel am Mittwoch auf nahezu 106,45. 
  • Trumps erneute Zollbedrohungen gegen europäische Verbündete wegen Grönland stärken den japanischen Yen, eine sichere Währung. 
  • Der australische Arbeitsmarktbericht für Dezember wird am Donnerstag im Mittelpunkt stehen. 

Das Währungspaar AUD/JPY verliert im frühen europäischen Handel am Dienstag an Dynamik und liegt bei etwa 106,45. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Australischen Dollar (AUD), da Händler in sichere Währungen investieren, angesichts der erneuten Zollbedrohungen von US-Präsident Donald Trump. 

Am Wochenende drohte Trump, Zölle auf acht europäische Nationen zu erheben, die seine Pläne zur Kontrolle über Grönland ablehnen. Diese könnten auf 25 % steigen, wenn bis zum 1. Juni keine Einigung erzielt wird. Der US-Präsident wird am Mittwoch in Davos über Grönland sprechen. Ängste vor einem großen Handelskrieg zwischen den USA und der EU könnten die sicheren Währungen, wie den japanischen Yen, stärken und kurzfristig einen Gegenwind für das Währungspaar erzeugen. 

Andererseits könnten Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Lage Japans die Aufwärtsbewegung des JPY begrenzen. Japans Premierministerin Sanae Takaichi rief am Montag zu Neuwahlen am 8. Februar auf und versprach eine Welle von Maßnahmen zur Lockerung der Fiskalpolitik. Takaichis Pläne zur Steuersenkung und zur Erhöhung der Ausgaben werfen Zweifel an der finanziellen Gesundheit Japans auf. 

Händler werden am Freitag weitere Hinweise aus den australischen Arbeitsmarktdaten aufnehmen. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich im Dezember auf 4,4 % steigen, nach 4,3 % im November. Die Veränderung der Beschäftigung wird voraussichtlich 30.000 neue Stellen im gleichen Zeitraum zeigen. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung des australischen Arbeitsmarktes könnten helfen, die Verluste des Aussie kurzfristig zu begrenzen. 

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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