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Asiens Währungen im Zangengriff: Dollar-Macht und Fed sorgen für Druck

MUFG-Analyst Michael Wan weist darauf hin, dass asiatische Währungen von stärkeren regionalen Wachstumsunterschieden gegenüber den USA profitieren sollten. Dies gelte insbesondere für exportorientierte Volkswirtschaften im Bereich Künstliche Intelligenz wie Südkorea, Taiwan, Malaysia und Singapur. Gleichzeitig betont er, dass die asiatischen Devisenmärkte derzeit zwischen einem stärkeren US-Dollar, anhaltend hohen US-Renditen und der sich wandelnden Geldpolitik der US-Notenbank unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh sowie einer durch die Ölpreisentwicklung beeinflussten Risikostimmung stehen.

Der Zangengriff auf Asiens Währungen verschärft sich

„Insgesamt sind die Ölpreise infolge dieser Entwicklungen zwar gestiegen, was die Stimmung etwas belastet hat. Das allgemeine Preisniveau bei Öl scheint jedoch niedrig genug zu sein, um die Risikobereitschaft zu stützen. Neben dem Konflikt mit dem Iran ist der wichtigste Treiber für die asiatischen Devisen- und Zinsmärkte auch die veränderte Ausrichtung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh sowie die Auswirkungen eines stärkeren US-Dollars und weiterhin hoher US-Renditen. Während sich frühere Nachzügler wie die indische Rupie und der philippinische Peso kurzfristig aufgrund niedrigerer Ölpreise widerstandsfähiger gezeigt haben, haben wir in unserer Region eine gewisse Schwäche bei niedrig verzinsten Währungen gesehen, da sich die Einflussfaktoren zunehmend in Richtung Zinsdifferenzen verlagern.“

„Für die Zukunft gehen wir in unserem Basisszenario davon aus, dass die asiatischen Währungen auch durch günstigere Wachstumsunterschiede gegenüber den USA unterstützt werden. Dies gilt insbesondere für exportorientierte Technologiewährungen wie jene Südkoreas, Taiwans, Malaysias und Singapurs. Unser früheres Analysemodell zu den Einflussfaktoren auf asiatische Währungen während vergangener Zinserhöhungszyklen der Fed zeigt, dass Zinsdifferenzen nur einer von mehreren Faktoren sind. Wachstumsunterschiede und die Risikostimmung sind ebenso wichtig und mitunter sogar bedeutender. Sollte die Fed allerdings deutlich restriktiver werden und dies zugleich zu einer sinkenden Risikobereitschaft an den Märkten führen, hätte dies selbstverständlich Auswirkungen auf die asiatischen Währungen.“

„Sollte sich jedoch unser Basisszenario bestätigen, dürften das insgesamt starke Wachstum in Asien und eine spürbare Verbesserung der Risikostimmung die Auswirkungen der künftigen Fed-Politik mehr als ausgleichen.“

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