5,03%: Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen erreichen neue Höchststände seit über 19 Jahren
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- US 10-jährige Treasury-Renditen erreichen ein neues 19-Jahreshoch bei 5,03% angesichts höherer Ölpreise und hawkishe Fed-Wetten.
- Die Fed wird am Mittwoch mit nahezu Sicherheit die Zinssätze anheben.
- Marktexperten sehen die Fed in naher Zukunft weitere Zinserhöhungen vornehmen.
Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen haben mit 5,03% ein neues Hoch erreicht, ein Niveau, das seit etwas mehr als 19 Jahren nicht mehr gesehen wurde. Höhere Renditen auf US-Anleihen deuten auf steigende Zinsverpflichtungen für die Regierung hin, was in der Regel zu umfangreichen Anleihekäufen durch die Regierung führt. Dieses Szenario schmälert zudem die Attraktivität risikoreicherer Vermögenswerte.
Heiße Inflationserwartungen aufgrund erhöhter Ölpreise und neue Befürchtungen einer Reihe von Zinserhöhungen durch die Federal Reserve (Fed) treiben die Kreditkosten für die US-Regierung in die Höhe.
Die Ölpreise sind in den vergangenen Monaten seit Beginn des Krieges im Nahen Osten deutlich höher geblieben, was die globalen Inflationserwartungen entankert hat. WTI-Öl notiert nahe der Marke von 100 USD, da die Sorgen über anhaltende Störungen der Energieversorgung hoch bleiben.
Der weltweit steigende Inflationsdruck hat die Zentralbanken dazu gezwungen, ihre geldpolitischen Bedingungen zu straffen. In diesem Monat hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen bereits um 25 Basispunkte (bps) angehoben.
Es wird auch erwartet, dass die Federal Reserve (Fed) ihre fünf Sitzungen andauernde Pause beendet und am Mittwoch die Zinssätze um 25 bps auf 3,75%-4,00% anhebt. Marktexperten haben zudem begonnen, weitere Zinserhöhungen durch die Zentralbank einzupreisen.
Fed dürfte anheben, da BNY Grenzen für weitere Straffung aufzeigt
Strategen bei BNY erwarten, dass das FOMC „diesen Mittwoch eine Zinserhöhung um 25 bp umsetzen wird, im Einklang mit den impliziten Marktwahrscheinlichkeiten, die derzeit eine Wahrscheinlichkeit von über 90% für einen solchen Schritt einpreisen.“
BNY fügt hinzu: „Während wir in dieser Woche eine Zinserhöhung erwarten und wahrscheinlich noch eine weitere in diesem Jahr, glauben wir, dass der Weg zu noch höheren Leitzinsen mit potenziellen Hindernissen für eine deutlich straffere Geldpolitik gepflastert ist.“ Ihrer Ansicht nach „werden die derzeit eingepreisten fast 100 bp an Zinserhöhungen (entspricht vier Zinsschritten von jeweils 25 bp) Realität werden“, doch sie warnen, dass sie zwar „noch nicht bereit sind, einen Rückgang der Renditen kürzerer Laufzeiten in naher Zukunft zu sehen“, diese Renditen „sich letztlich als zu weit voraus erwiesen haben könnten.“
Wirtschaftsindikator
Fed-Zinsentscheid
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Sept. 16, 2026 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 4%
Vorher: 3.75%
Quelle: Federal Reserve
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