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Nachrichten

Yen nahe Zweijahrestief - Märkte warten auf Signale aus Japan

  • USD/JPY notiert nahe 160,80, dem höchsten Stand seit Juli 2024, der am Donnerstag erreicht wurde.
  • Japans Minoru Kihara warnte, dass die Regierung jederzeit bereit ist, angemessen auf volatile Währungsbewegungen zu reagieren.
  • Der US-Dollar fiel aufgrund nachlassender Risikoaversion infolge eines vorläufigen US-Iran-MoU zur Beendigung des Krieges.

USD/JPY gibt nach vier Gewinntagen leicht nach und handelt während der asiatischen Handelszeit am Donnerstag um 160,60. Das Paar USD/JPY war am Vortag auf 160,80 gestiegen, was den höchsten Stand seit Juli 2024 markiert und die Spekulationen deutlich verstärkt, dass die japanischen Behörden bald intervenieren könnten, um den angeschlagenen Yen zu stützen.

Als Reaktion auf den raschen Wertverlust der Währung erklärte der japanische Kabinettssekretär Minoru Kihara während einer Pressekonferenz am Donnerstag, die Regierung sei „jederzeit bereit, bei Bedarf angemessen auf Währungsbewegungen zu reagieren.“ Kihara betonte, dass die Behörden die Marktentwicklungen genau beobachten und deren wirtschaftliche Auswirkungen umfassend bewerten.

Unterdessen gab das Paar USD/JPY einige Gewinne ab, da der US-Dollar aufgrund nachlassender Risikoaversion schwächer wurde. Dieser Wandel folgte auf einen BBC-Bericht, der bestätigte, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian ein vorläufiges Memorandum of Understanding unterzeichnet haben, das auf die Beendigung des US-Israel-Krieges gegen den Iran abzielt.

Das Abwärtspotenzial des Greenbacks könnte jedoch begrenzt sein, mit Potenzial für eine Erholung gegenüber wichtigen Währungspartnern, da die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im späteren Jahresverlauf steigt. Laut dem Juni Summary of Economic Projections der Fed erwarten noch immer die Hälfte der FOMC-Mitglieder mindestens eine Zinserhöhung im Jahr 2026. Trotz jüngster wirtschaftlicher Störungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran treiben ein widerstandsfähiger US-Arbeitsmarkt und anhaltende zugrundeliegende Inflation weiterhin den Druck auf eine geldpolitische Straffung voran.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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