XRP vor dem nächsten Absturz? Jetzt entscheidet die Marke von 1,10 Dollar
| |Übersetzung überprüftZum OriginalRipple (XRP) setzt seine Verluste zum Wochenstart fort und gibt am Montag weiter in Richtung der kurzfristigen Unterstützung bei 1,10 US-Dollar nach. Nachdem XRP am Vortag den Sprung über 1,20 Dollar nicht behaupten konnte, kam es zu Gewinnmitnahmen. Belastet wurde der Markt zudem von einer breiteren Schwäche im Kryptosektor, die auf moderate Zuflüsse in digitale Anlageprodukte, eine nachlassende Beteiligung privater Anleger und makroökonomische Unsicherheiten zurückgeführt wird.
Privatanleger ziehen sich bei XRP zurück – trotz moderater Kapitalzuflüsse
Die Beteiligung privater Anleger am XRP-Derivatemarkt bleibt trotz moderater institutioneller Zuflüsse über Spot-Exchange-Traded Funds (ETFs) insgesamt gering. Nach Daten von CoinGlass sank das offene Interesse (Open Interest/OI) an unbefristeten Futures am Montag auf 2,12 Milliarden XRP, nach 2,14 Milliarden XRP am Vortag.
Ein längerer Vergleich zeigt einen deutlichen Rückgang gegenüber den 2,38 Milliarden XRP vom 23. Juni. Sollte sich diese Abkühlung fortsetzen, könnte dies das Erholungspotenzial des Tokens zusätzlich begrenzen.
Unterdessen bleibt das Interesse an Spot-ETFs auf XRP stabil und entwickelt sich damit besser als bei anderen großen Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). In der vergangenen Woche flossen diesen Produkten knapp 12 Millionen US-Dollar zu. Damit verzeichneten XRP-bezogene digitale Anlageprodukte bereits die neunte Woche in Folge Nettozuflüsse – trotz des schwierigen Marktumfelds und der allgemein zurückhaltenden Risikobereitschaft.
Nach Daten von SoSoValue summieren sich die kumulierten Nettozuflüsse weiterhin auf 1,49 Milliarden US-Dollar. Das durchschnittlich verwaltete Vermögen liegt bei 988 Millionen Dollar.
Charttechnik: XRP steuert Unterstützung bei 1,10 Dollar an
Das XRP-Paar bewegt sich weiterhin innerhalb eines übergeordneten fallenden Parallelkanals und notiert klar unter den exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage, die derzeit bei 1,18, 1,29 beziehungsweise 1,50 US-Dollar verlaufen. Damit bleibt das kurzfristige Chartbild eindeutig negativ.
Gleichzeitig hält sich der Token noch über der mittleren Begrenzung der Bollinger-Bänder bei 1,10 US-Dollar, was auf eine gewisse kurzfristige Stabilisierung hindeutet. Die weiterhin fallenden langfristigen gleitenden Durchschnitte sprechen jedoch dafür, dass Kursanstiege eher für Verkäufe genutzt werden dürften, als dass sich ein nachhaltiger Aufwärtstrend etabliert.
Dennoch signalisiert das leicht positive Histogramm des Indikators Moving Average Convergence Divergence (MACD) im Tageschart, dass XRP grundsätzlich Erholungspotenzial besitzt – vorausgesetzt, Händler kehren in den Markt zurück und verteidigen die psychologisch wichtige Marke von 1,10 US-Dollar.
Ein erster Widerstand liegt an der oberen Begrenzung des laufenden Abwärtstrendkanals bei rund 1,17 US-Dollar, gefolgt vom 50-Tage-Durchschnitt bei 1,18 Dollar sowie dem oberen Bollinger-Band im Bereich von 1,20 Dollar. Erst ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Widerstandszone würde den bestehenden Abwärtsdruck abschwächen und Raum für einen Anstieg in Richtung des 100-Tage-Durchschnitts bei etwa 1,29 Dollar sowie des 200-Tage-Durchschnitts um 1,50 Dollar schaffen. Auf der Unterseite gilt die Mittellinie der Bollinger-Bänder bei rund 1,10 Dollar als erste Unterstützung, gefolgt vom unteren Bollinger-Band bei etwa 1,01 Dollar. Sollte die Verkäuferseite unterhalb dieses Bereichs wieder die Kontrolle übernehmen, ist auch ein Rückgang bis zur unteren Begrenzung des Trendkanals im Bereich von rund 0,84 Dollar nicht auszuschließen.
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