Solana-Chefin schockt Krypto-Szene: „Blockchain-Gaming kommt nicht zurück“
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie Präsidentin der Solana Foundation, Lily Liu, hat am Freitag mit einer umstrittenen Aussage für gemischte Reaktionen gesorgt. Sie erklärte, „Gaming auf einer Blockchain kommt nicht zurück“.
Liu äußerte sich damit zu einer Diskussion auf Polymarket Anfang der Woche, in der die These aufgestellt wurde, Meta könnte sein Metaverse-Projekt einstellen, nachdem rund 80 Milliarden US-Dollar investiert worden seien.
Krypto-Branche reagiert auf Lius Aussagen zu Web3-Gaming
Die Äußerung löste rasch eine breite Debatte in der Kryptoindustrie aus. Kritiker warnten, die Aussagen könnten laufende Bemühungen zur Entwicklung des Web3-Gaming-Sektors untergraben. Unterstützer werteten die Worte hingegen als nüchterne Einschätzung eines Bereichs, der bislang Schwierigkeiten habe, eine nachhaltige Nutzerbasis aufzubauen.
Der Mitgründer von Solana, Anatoly Yakovenko, rief Entwickler dazu auf, „ihr das Gegenteil zu beweisen“, was die Diskussion weiter anheizte.
Der Analyst Nic Carter stimmte Liu deutlich zu und bezeichnete Play-to-Earn als „das Dümmste überhaupt“. Er verwies auf das Modell von Axie Infinity als besonders düstere Form digitaler Ausbeutung, die bei den Beteiligten Scham auslösen sollte.
Im Gegensatz dazu betonte ein prominentes Community-Mitglied, dass die Blockchain-Technologie weiterhin klare Vorteile im Gaming biete, insbesondere durch die Tokenisierung von Vermögenswerten und neue Monetarisierungsmodelle.
„Blockchain löst im Gaming mehr Probleme als in jeder anderen Branche. Die Tokenisierung von Assets nimmt zu. Es gibt einen strukturellen Rückenwind durch Glücksspiel. Die Finanzialisierung des Gamings ist ein Megatrend. Beschämende Aussage der Präsidentin der Solana Foundation“, schrieb er auf X.
Der CEO von Helius, Mert Mumtaz, verwies darauf, dass Elemente von Blockchain-Gaming bereits existierten, etwa in Form von Handelsökosystemen rund um Memecoins, die er mit kompetitiven Mehrspielerumgebungen verglich.
Nach den Wortmeldungen reagierte Vibhu Norby, Produktchef der Solana Foundation, mit einem satirischen Beitrag. Darin deutete er an, Lius Aussagen seien zugleich zutreffend und schädlich, und scherzte, sie solle zur Strafe bestehende Solana-basierte Spiele spielen.
Der breitere Markt für Krypto-Gaming hat seit seinem Höhepunkt in den Jahren 2021 bis 2022 eine schwierige Phase durchlaufen. Die Marktkapitalisierung des Sektors ist laut Daten von CoinGecko in diesem Zeitraum deutlich gesunken – von einem Höchststand von 35 Milliarden US-Dollar auf aktuell rund 4,5 Milliarden US-Dollar.
Milliardeninvestitionen von Unternehmen wie Andreessen Horowitz, Animoca Brands und Framework Ventures hatten zunächst ein rasantes Wachstum bei Titeln wie Axie Infinity, Stepn und dem auf Solana basierenden Star Atlas ermöglicht. Viele Projekte kämpften später jedoch mit fallenden Tokenpreisen, nicht tragfähigen Play-to-Earn-Modellen und nachlassendem Nutzerinteresse.
Neuere Ansätze setzen verstärkt auf hybride Modelle. Projekte wie „Off the Grid“ von Gunzilla Games sowie mobile Titel von Mythical Games, darunter Kooperationen mit Marken wie FIFA und Pudgy Penguins, kombinieren klassisches Gameplay mit optionalen Blockchain-Funktionen.
Die Kryptowährung Solana notierte am Freitag zuletzt bei 89,8 US-Dollar und lag damit binnen 24 Stunden rund 1 Prozent im Plus.
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