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MiCA-Lizenz da – Doch warum der XRP-Kurs trotzdem weiter schwächelt

Ripple (XRP) gibt am Dienstag leicht nach und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 1,13 US-Dollar. Der auf grenzüberschreitende Zahlungen spezialisierte Token bleibt damit in einem übergeordneten Abwärtstrend. Ausschlaggebend sind das nachlassende Interesse privater Anleger sowie das Fehlen starker Impulse, die verhindern könnten, dass Kursanstiege wieder verkauft werden. Viele Investoren scheinen derzeit kurzfristige Gewinne zu bevorzugen.

Ripple treibt Expansion in Europa mit MiCA-Lizenz voran

Ripple teilte am Montag mit, vom luxemburgischen Finanzaufseher Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) die Zulassung als Anbieter von Krypto-Dienstleistungen (Crypto Asset Service Provider, CASP) erhalten zu haben.

Die Genehmigung baut auf der vorläufigen Zulassung vom Juni 2026 auf und bestätigt, dass Ripple die Vorgaben der europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) vollständig erfüllt.

Damit steht die regulierte Krypto-Zahlungslösung von Ripple Finanzinstituten, Unternehmen und Konzernen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) mit seinen 30 Mitgliedstaaten zur Verfügung.

„Mit dieser CASP-Zulassung tritt Ripple vollständig MiCA-konform in die Zeit nach der Übergangsphase ein und ist bereit, sein Geschäft auszuweiten“, sagte Cassie Craddock, Managing Director für Großbritannien und Europa bei Ripple.

Schwache Nachfrage privater Anleger belastet XRP

Der Terminmarkt für XRP leidet weiterhin unter einer anhaltend schwachen Nachfrage privater Anleger. Das zeigt sich am offenen Interesse (Open Interest, OI) bei den Perpetual Futures. Nach Daten von CoinGlass sank das Open Interest am Dienstag auf 2,38 Milliarden US-Dollar, nach 2,39 Milliarden Dollar am Montag und 2,58 Milliarden Dollar am Sonntag.

Ein Blick auf die längerfristige Entwicklung zeigt zudem, dass die aktuelle Aktivität privater Anleger deutlich hinter dem Höchststand des Open Interest von 10,94 Milliarden US-Dollar am 22. Juli zurückbleibt. Hält diese Schwäche an, dürfte eine nachhaltige Kurserholung kurzfristig angesichts der nachlassenden Risikobereitschaft der Investoren schwer zu erreichen sein.

XRP Futures Open Interest | Quelle: CoinGlass

Charttechnik: XRP bleibt kurzfristig im Abwärtstrend

XRP bewegt sich weiterhin innerhalb eines fallenden Parallelkanals und weist kurzfristig einen negativen charttechnischen Ausblick auf. Der Kurs bleibt unter dem Bereich der exponentiell gleitenden Durchschnitte über 50, 100 und 200 Tage (EMA). Der Parabolic-SAR-Indikator liegt bei 1,02 US-Dollar unter dem aktuellen Kurs und deutet auf eine gewisse Unterstützung hin. Gleichzeitig ist der Relative-Stärke-Index (RSI) wieder in den mittleren 40er-Bereich zurückgefallen, was auf nachlassende Aufwärtsdynamik nach der jüngsten Erholung hindeutet.

Derweil notiert das Histogramm des Indikators Moving Average Convergence Divergence (MACD) im Tageschart zwar noch leicht im positiven Bereich, flacht jedoch ab. Das spricht eher für eine auslaufende Erholung als für den Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends.

XRP/USDT-Tageschart

Auf der Oberseite verläuft der erste Widerstand an der Oberkante des Abwärtskanals bei rund 1,17 US-Dollar. Es folgen der 50-Tage-EMA bei 1,18 Dollar, der 100-Tage-EMA bei 1,28 Dollar sowie der 200-Tage-EMA bei 1,50 Dollar, die im übergeordneten Abwärtstrend jeweils stärkere Widerstände darstellen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung im Bereich des jüngsten Wendepunkts auf Höhe des aktuellen Kursniveaus, gefolgt vom Parabolic SAR bei 1,02 Dollar. Sollte der Kurs weiter nachgeben, könnte die Unterkante des Abwärtskanals bei rund 0,84 Dollar als nächste bedeutende Unterstützungszone in den Fokus rücken.

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