Ethereum unter Druck: BitMine kauft massiv nach - doch ETH droht der nächste Rückschlag
| |Übersetzung überprüftZum OriginalEthereum (ETH) notiert am Dienstag bei rund 2.400 US-Dollar und gibt damit seine leichten Gewinne aus dem frühen asiatischen Handel wieder ab. Auch weitere Käufe durch die auf digitale Vermögenswerte spezialisierte Investmentgesellschaft BitMine Immersion (BMNR) können den Kurs bislang nicht stützen.
BitMine kauft weitere 12.535 ETH und sieht Kursrückgang als Kaufchance
Das Unternehmen mit Sitz in Las Vegas erwarb in der vergangenen Woche weitere 12.535 ETH und setzte damit seine seit dem 30. Juni 2025 anhaltende Serie wöchentlicher Käufe fort. Der Bestand stieg dadurch auf mehr als 6,041 Millionen ETH im Wert von rund 14,47 Milliarden US-Dollar. Das entspricht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung etwa 4,9 Prozent der insgesamt 122,1 Millionen im Umlauf befindlichen ETH.
Damit nähert sich BitMine seinem erklärten Ziel, fünf Prozent des gesamten Ethereum-Umlaufangebots zu kontrollieren. Das Unternehmen bezeichnet diese Strategie als „Alchemie der fünf Prozent“.
Der jüngste Kauf erfolgt in einem angespannten Marktumfeld. Risikoreiche Anlagen stehen seit Wochen unter Druck. Als Belastungsfaktoren gelten steigende Investitionsausgaben und Sicherheitsrisiken im Bereich künstlicher Intelligenz, die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran, die Unsicherheit vor den Zwischenwahlen in den USA sowie weltweit steigende Anleiherenditen. Vor allem KI-Aktien gerieten unter Verkaufsdruck, insbesondere an den asiatischen Börsen, wo Halbleiter- und Speicherchiphersteller stark vertreten sind. Darauf verwies BitMine-Verwaltungsratschef Thomas Lee in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.
„Kryptowährungen sind in den USA, Südkorea und Taiwan weit verbreitet. Wenn Anleger in diesen Regionen ihre Risiken reduzieren, überträgt sich dieser Verkaufsdruck zwangsläufig auch auf die Kryptomärkte“, erklärte Lee. „In der Vergangenheit haben sich Kursrückgänge bei weiterhin soliden und widerstandsfähigen Fundamentaldaten häufig als attraktive Gelegenheiten mit einem günstigen Chancen-Risiko-Verhältnis erwiesen. Da Kryptowährungen sowohl von der Modernisierung der globalen Finanzinfrastruktur als auch von autonom handelnder künstlicher Intelligenz profitieren können, gehen wir davon aus, dass dies erneut der Fall sein wird.“
Unterdessen verzeichneten die in den USA gehandelten Ethereum-Spot-ETFs in der vergangenen Woche Nettoabflüsse von rund 320 Millionen US-Dollar. Nach Daten von SoSoValue war es bereits die dritte Woche in Folge mit einem negativen Kapitalfluss.
Ethereum-Prognose: ETH scheitert an wichtigen gleitenden Durchschnitten
Am Ethereum-Terminmarkt wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden Positionen im Wert von 87 Millionen US-Dollar liquidiert. Davon entfielen mehr als 71 Millionen US-Dollar auf Short-Positionen, mit denen Händler auf fallende Kurse gesetzt hatten.
Im Tageschart bleibt die kurzfristige Ausgangslage für Ethereum angeschlagen. Der Kurs bewegt sich weiterhin unter den exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA) der vergangenen 50 und 20 Tage, die bei rund 2.483 beziehungsweise 2.504 US-Dollar verlaufen. Knapp unterhalb des aktuellen Kursniveaus befindet sich dagegen die 100-Tage-Linie bei etwa 2.351 US-Dollar. Zusammen mit der horizontalen Unterstützung bei 2.355 US-Dollar bildet sie eine erste charttechnische Auffangzone.
Auch die Momentumindikatoren deuten auf anhaltenden Verkaufsdruck hin. Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich im oberen 30er-Bereich, während der Stochastik-Oszillator knapp oberhalb von 20 Punkten notiert. Solange die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte den Kurs nach oben begrenzen, dürften Erholungsversuche weiterhin auf Verkaufsinteresse stoßen.
Auf der Oberseite liegt die erste wichtige Widerstandszone im Bereich der 50- und 20-Tage-Linie bei rund 2.504 US-Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marken würde den Weg für weitere Kursgewinne freimachen. Anschließend würden die horizontalen Widerstände bei 2.548, 2.637 und 2.782 US-Dollar in den Fokus rücken.
Auf der Unterseite bietet zunächst der Bereich zwischen 2.355 und 2.351 US-Dollar Unterstützung. Dort treffen eine horizontale Kursmarke und die 100-Tage-Linie aufeinander. Sollte diese Zone nicht halten, wäre bei 2.205 US-Dollar die nächste Auffanglinie zu finden. Bei anhaltendem Verkaufsdruck könnten anschließend die tiefer liegenden Unterstützungen bei 1.972 und 1.828 US-Dollar relevant werden.
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