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Ethereum News: Machtkampf bei Ethereum – Neue Elite gründet eigenes Labor

Ethereum-Schwergewichte wie BitMine Immersion und SharpLink haben gemeinsam mit Mitgründer Joe Lubin eine Partnerschaft zur Finanzierung von Ethlabs geschlossen, einem neuen Forschungs- und Entwicklungslabor für die Smart-Contract-Blockchain.

Ethlabs wurde von fünf ehemaligen leitenden Forschern der Ethereum Foundation (EF) gegründet: Ansgar Dietrichs, Barnabé Monnot, Caspar Schwarz-Schilling, Josh Rudolf und Julian Ma. Die Arbeit des Labors konzentriert sich darauf, Ethereum für die institutionelle Nutzung robuster und besser skalierbar zu machen.

„Die erste Arbeit von Ethlabs wird sich auf die Anforderungen von Institutionen konzentrieren, die Anwendungen in großem Maßstab auf die Blockchain bringen wollen: schnellere Abwicklung, native Emissionen und kettenübergreifende Transaktionen auf einer belastbaren Infrastruktur, ausreichende Kapazitäten auf dem Mainnet sowie Forschung zur Untermauerung der monetären Eigenschaften von ETH“, erklärte SharpLink am Montag.

Der Schritt folgt auf den jüngsten Abgang mehrerer Führungskräfte der Ethereum Foundation, darunter die ehemaligen geschäftsführenden Direktoren Hsiao-Wei Wang und Tomasz Stańczak. Mehrere bekannte Mitglieder der Ethereum-Community hatten zuletzt die Ausrichtung und Vision der Stiftung kritisiert. Der Moderator des Bankless-Podcasts, David Hoffman, erklärte infolge dessen, seine ETH-Bestände verkauft zu haben.

Die Ethereum Foundation hatte bereits zuvor angekündigt, künftig eine zurückhaltendere Rolle einzunehmen und sich als alleiniger Hüter des Netzwerks stärker zurückzuziehen, um anderen Akteuren innerhalb des Ökosystems mehr Raum zu geben.

„Ethlabs ist die jüngste aus der Ethereum Foundation hervorgegangene Gruppe, die sich verselbstständigt und zu einem wichtigen Knotenpunkt im Netzwerk der ,verantwortungsvollen Institutionen und Verwalter von Ethereum‘ wird“, sagte Joe Lubin.

Die Vorstellung von Ethlabs wurde von mehreren bekannten Mitgliedern der Community positiv aufgenommen, darunter auch von David Hoffman.

„Die Ethereum Foundation schafft bewusst ein Machtvakuum, damit neue Strukturen entstehen und die Richtung von Ethereum mitbestimmen können. Ich denke, dass der Ansatz von Ethlabs die vielversprechendste Zukunft für Ethereum bietet“, schrieb Hoffman am Montag auf der Plattform X.

Unterdessen hat BitMine seine Bestände an digitalen Vermögenswerten in der vergangenen Woche weiter ausgebaut und weitere 52.203 Ether gekauft. Das Unternehmen setzt damit seine umfangreichen Zukäufe der zweitgrößten Kryptowährung fort.

Durch den jüngsten Erwerb stiegen die Ethereum-Bestände des Unternehmens auf 5,67 Millionen Ether mit einem Marktwert von rund 9,83 Milliarden US-Dollar zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 3.440 US-Dollar liegt die Position laut Daten des Smart-Money-Trackers Lookonchain weiterhin mehr als 9,5 Milliarden US-Dollar im Minus.

Das Unternehmen aus Las Vegas meldete zudem Bestände von 205 Bitcoin, eine Beteiligung an Beast Industries im Wert von 180 Millionen US-Dollar, einen Anteil an Eightco Holdings im Wert von 104 Millionen US-Dollar sowie liquide Mittel und kurzfristig verfügbare Wertpapiere in Höhe von 601 Millionen US-Dollar.

„Nach unserer Einschätzung liegen die besten Jahre für Kryptowährungen noch vor uns. Die Tokenisierung und die raschen Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz dürften das Nachfragewachstum nach Blockchain-Technologien und dezentralen Kryptowährungen exponentiell beschleunigen“, sagte BitMine-Verwaltungsratschef Thomas Lee in einer Mitteilung vom Montag.

Die Aktie von BitMine schloss am Montag bei 15,86 US-Dollar und verlor damit 1,98 Prozent.

Ethereum-Prognose: ETH stößt auf Widerstände an EMA-Linien

Ethereum verzeichnete in den vergangenen 24 Stunden Liquidationen im Umfang von 61,1 Millionen US-Dollar. Davon entfielen laut Daten von Coinglass 41,4 Millionen US-Dollar auf die Auflösung von Short-Positionen.

Im Tageschart notiert ETH weiterhin unter den exponentiellen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 20, 50 und 100 Tage. Trotz der jüngsten Erholung von den Mehrmonatstiefs bleibt das kurzfristige Bild damit belastet. Der 20-Tage-EMA bei 1.764 US-Dollar und eine nahegelegene horizontale Widerstandszone bei 1.741 US-Dollar stellen die ersten Hürden dar. Der 50-Tage-EMA bei 1.911 US-Dollar sowie der Widerstandsbereich um 1.909 US-Dollar verstärken zusätzlich die übergeordnete Begrenzung nach oben.

Die Momentum-Indikatoren zeigen eine Stabilisierung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) erholt sich in Richtung 43 Punkte, während der stochastische Oszillator im mittleren Bereich verharrt. Dies deutet auf einen nachlassenden Verkaufsdruck hin, liefert bislang jedoch noch kein Signal für eine nachhaltige Trendwende nach oben. Der Kurs bewegt sich weiterhin unter den wichtigen Durchschnittslinien und der vorherrschenden fallenden Trendlinie.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung im Bereich von 1.524 US-Dollar. Weitere wichtige Marken befinden sich bei 1.404 US-Dollar sowie im Bereich von 1.155 US-Dollar. Ein Unterschreiten dieser Niveaus könnte den übergeordneten Abwärtstrend erneut bestätigen und den Weg zu tieferen Zyklustiefs öffnen.

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