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Ethereum-Gebühren stürzen ab – JPMorgan warnt vor Strohfeuer

Das im vergangenen Dezember umgesetzte Fusaka-Upgrade von Ethereum (ETH) hat die Gebühren auf neue Tiefstände gedrückt und zugleich einen kräftigen Anstieg bei Transaktionszahlen und aktiven Adressen ausgelöst. Dieses Wachstum dürfte jedoch nicht von Dauer sein, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse von JPMorgan unter Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou.

Die Bank verwies darauf, dass zwar sowohl Fusaka als auch das für Mai 2025 geplante Pectra-Upgrade die Aktivität im Netzwerk im vergangenen Jahr belebt hätten. Solche Aufschwünge neigten jedoch dazu, sich mit der Zeit wieder abzuschwächen.

„Historisch gesehen ist es den aufeinanderfolgenden Upgrades von Ethereum aus mehreren Gründen nicht gelungen, die Netzwerkaktivität dauerhaft spürbar zu steigern“, schrieben die Analysten.

In der vergangenen Woche erreichten die wöchentlich aktiven Adressen und die täglichen Transaktionen neue Rekordstände, nachdem sie im Verlauf des vergangenen Monats kontinuierlich gestiegen waren. Allerdings wird teilweise spekuliert, dass der Anstieg auf Adress- und Transaktionsvergiftungen zurückzuführen sei und kein echtes Nutzerwachstum widerspiegele.

Warum es Ethereum nicht gelingt, das Netzwerk-Wachstum dauerhaft zu sichern

Das Wachstum gewann wenige Tage nach dem Start des Fusaka-Upgrades an Dynamik. Dieses führte Funktionen ein, die den Durchsatz für Layer-2-Netzwerke deutlich erhöhten, darunter Peer Data Availability Sampling (PeerDAS), höhere Gas-Limits und eine Ausweitung des sogenannten Blobspace. Allerdings zögen diese Layer-2-Lösungen laut den Analysten Aktivität vom Layer 1 ab.

Konkurrenz-Blockchains wie Solana hätten „substanziell“ Marktanteile von Ethereum übernommen, indem sie höheren Durchsatz und niedrigere Gebühren böten und damit Nutzer und Entwickler von Ethereum abgezogen hätten, so die Analysten.

Ein weiterer Faktor sei das nachlassende spekulative Interesse an Memecoins, Non-Fungible Tokens (NFTs) und Initial Coin Offerings (ICOs), die in früheren Zyklen maßgeblich zur Aktivität auf Ethereum beigetragen hätten. Ein Großteil dieser Aktivitäten sei zurückgegangen oder auf andere Blockchains abgewandert, hieß es weiter.

Zudem verwies die Bank auf eine Fragmentierung des Kapitals über anwendungsspezifische Chains, wodurch Liquidität und Einnahmen vom Layer 1 abgezogen würden. Genannt wurden unter anderem Initiativen dezentraler Börsen wie Uniswap, einst ein wesentlicher Treiber der ETH-Verbrennung, sowie dYdX.

In der Folge habe Ethereum geringere Gebühreneinnahmen erzielt, was zu weniger ETH-Verbrennung und einem Anstieg des umlaufenden Angebots geführt habe. Dies habe zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Preis ausgeübt, schrieb JPMorgan.

Im Gegensatz dazu hob der Vermögensverwalter BlackRock in seinem thematischen Ausblick für 2026 hervor, dass Ethereum vom Boom der Tokenisierung „profitieren könnte“. Dabei verwies das Haus auf den Marktanteil von 65 Prozent im Segment tokenisierter Vermögenswerte.

Ethereum-Kursausblick: ETH könnte über 3.060 Dollar steigen, wenn die Marke von 2.860 hält

In den vergangenen 24 Stunden kam es bei Ethereum-Futures zu Liquidationen im Volumen von 156,5 Millionen Dollar, davon entfielen 104,4 Millionen Dollar auf Short-Positionen, wie Daten von Coinglass zeigen.

Nach einem stetigen Rückgang in den vergangenen drei Tagen prallte ETH am Mittwoch an der Unterstützung bei rund 2.860 Dollar nach oben ab. Die Erholung könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein, nachdem die führende Altcoin am Donnerstag am Widerstand bei 3.060 Dollar scheiterte.

Hält ETH die Marke von 2.860 Dollar erneut, könnten die Bullen einen Anstieg über 3.060 Dollar erzwingen, um den 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) zu testen. Andernfalls droht eine weitere Seitwärtsphase in der engen Handelsspanne, ähnlich wie in den letzten beiden Dezemberwochen. Auf der Unterseite könnte ETH bei einem Bruch unter 2.860 Dollar Unterstützung bei 2.640 Dollar finden.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt unter seinem neutralen Niveau, während der Stochastik-Oszillator weiterhin im überverkauften Bereich verharrt. Dies deutet auf eine weiterhin dominante bärische Marktstimmung hin.

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