BlackRock, Coinbase & Co. starten 15-Millionen-Dollar-Offensive für Bitcoin
| |Übersetzung überprüftZum OriginalFührende Finanzinstitute und Bitcoin-Unternehmen, darunter Strategy, Coinbase, BlackRock und weitere Branchenvertreter, haben am Donnerstag das Bitcoin Security Consortium gegründet. Die Initiative soll die langfristige Sicherheit und Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks stärken.
Bitcoin Security Consortium startet mit Zusagen über 15 Millionen Dollar
Die Gründungsmitglieder haben unabhängig voneinander zugesagt, in den kommenden drei Jahren insgesamt 15 Millionen US-Dollar bereitzustellen. Das Geld soll Entwickler und Forscher unterstützen, die an der Sicherheit von Bitcoin arbeiten - darunter auch Projekte zur Vorbereitung auf mögliche Bedrohungen durch Quantencomputer.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören Anchorage Digital, ARK Invest, BlackRock, Block, Blockstream, Coinbase, Fidelity Digital Assets, Galaxy und Strategy. Die Gruppe vereint damit einen breiten Querschnitt des institutionellen Bitcoin-Ökosystems, darunter Vermögensverwalter, Verwahrstellen, Börsen, Infrastrukturanbieter, Zahlungsdienstleister und große Bitcoin-Investoren.
Die laufenden Aktivitäten des Konsortiums werden von Mike Schmidt koordiniert. Er ist Executive Director der gemeinnützigen Organisation Brink, die Open-Source-Entwickler im Bitcoin-Bereich finanziert und unterstützt.
Die Initiative soll Entwickler und Forscher fördern, die bereits an der Sicherheit von Bitcoin arbeiten. Darüber hinaus will sie Investoren, Medien und der Öffentlichkeit eine verlässliche Informationsquelle über den Stand dieser Arbeiten bieten.
„Als langfristige Bitcoin-Investoren haben wir jedes Interesse daran, dass Bitcoin auch für kommende Generationen sicher bleibt. Die Menschen zu finanzieren, die an dieser Aufgabe arbeiten, und die Diskussion darüber mit fundierten Informationen zu begleiten, ist für uns ein naheliegender Beitrag“, erklärte Strategy-Chef Phong Le am Donnerstag.
Die Gruppe wird weder das Bitcoin-Protokoll entwickeln noch dessen Ausrichtung bestimmen und auch keine Position zu einzelnen Protokolländerungen beziehen. Zugleich betonte sie, nicht im Namen von Bitcoin oder dessen Entwicklern zu sprechen. Die Weiterentwicklung des Netzwerks bleibe Aufgabe der weltweiten, dezentralen Gemeinschaft der Bitcoin-Mitwirkenden.
„Die Entwickler von Bitcoin Core leisten eine außerordentlich wichtige Arbeit. Wir freuen uns, dass unser Unternehmen und die anderen Mitglieder dieser Gruppe nun zusätzliche erhebliche Mittel bereitstellen, um die langfristige Sicherheit von Bitcoin zu unterstützen“, sagte Robert Mitchnick, Leiter des Bereichs Digital Assets bei BlackRock.
Fokus auf Quantencomputer und Open-Source-Entwicklung
Ein zentraler Schwerpunkt des Konsortiums ist die Vorbereitung von Bitcoin auf mögliche Risiken durch Quantencomputer. Zwar gibt es derzeit noch keine Quantencomputer, die groß genug wären, um die bestehende Kryptografie von Bitcoin zu gefährden. Seriöse Einschätzungen gehen jedoch davon aus, dass entsprechende Fähigkeiten in einigen Jahren verfügbar sein könnten.
In den kommenden Monaten will die Gruppe Informationen zur Sicherheit von Bitcoin veröffentlichen und regelmäßig aktualisieren. Zudem soll die Finanzierung und Unterstützung der Bitcoin-Entwicklergemeinschaft fortgesetzt werden.
Nach Angaben des Konsortiums besteht das übergeordnete Ziel darin, das Verständnis für die Sicherheit von Bitcoin zu stärken und die Open-Source-Mitwirkenden zu unterstützen, die für die Widerstandsfähigkeit des Netzwerks sorgen.
Die Gründung erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltenden Debatte über mögliche Änderungen am Bitcoin-Protokoll. Im Juli hatten sich Strategy-Verwaltungsratschef Michael Saylor und weitere prominente Bitcoin-Befürworter gegen den Vorschlag BIP-110 ausgesprochen. Dieser sah vor, die Nutzung beliebiger Daten in Bitcoin-Transaktionen vorübergehend einzuschränken.
Saylor argumentierte, dass eine Änderung der Bitcoin-Regeln zur Einschränkung der Nutzung des Netzwerks dessen Grundprinzipien der individuellen Freiheit, der Eigentumsrechte und offener Märkte untergraben würde. Er bezeichnete BIP-110 als den Versuch, eine „monetäre Reinheit per Verordnung“ durchzusetzen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei 64.710 US-Dollar und damit rund 2 Prozent unter dem Niveau der vergangenen 24 Stunden.
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