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Bitwise sieht Bitcoin vor möglicher Trendwende

Die jüngsten Kursschwankungen rund um die unbefristete Vorzugsaktie STRC von Strategy könnten darauf hindeuten, dass sich der Bitcoin (BTC) dem Tiefpunkt seines aktuellen Marktzyklus nähert. Zu dieser Einschätzung kommt der Investmentchef (CIO) des Vermögensverwalters Bitwise, Matt Hougan.

STRC-Schwankungen könnten auf eine breitere Bereinigung am Bitcoin-Markt hindeuten

In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht erklärte Hougan, der deutliche Kursrückgang bei STRC und der Strategy-Aktie MSTR sei eher als „klassische Dynamik am Ende eines Marktzyklus“ zu verstehen und nicht als Hinweis auf eine grundlegende Bedrohung für Bitcoin.

„Die Volatilität bei STRC ist ein natürlicher und wichtiger Bestandteil des Kryptozyklus. Ich denke, wir nähern uns dem Tiefpunkt“, schrieb Hougan.

STRC wurde von Strategy im vergangenen Jahr eingeführt und soll Anlegern eine hohe Dividendenrendite bieten, während der Aktienkurs möglichst nahe am Nennwert von 100 US-Dollar gehalten wird. Dafür erhöhte das Unternehmen bei Bedarf die Dividendenrendite der Vorzugsaktie, um den Kurs zu stützen, und verwendete die Erlöse aus der Anlegernachfrage für weitere Bitcoin-Käufe.

Mit den Kursverlusten bei Bitcoin und der MSTR-Aktie in den vergangenen Wochen wuchsen jedoch die Sorgen der Investoren über die Fähigkeit von Strategy, die Dividenden für STRC dauerhaft zu zahlen. Die Vorzugsaktie fiel daraufhin zeitweise bis auf 75 US-Dollar.

Um diese Bedenken auszuräumen, kündigte Strategy Anfang der Woche einen neuen Finanzierungsrahmen an. Dieser ermöglicht es dem Unternehmen, bei Bedarf regelmäßig Bitcoin zu verkaufen, um Dividendenzahlungen zu finanzieren. Zudem stellte Strategy in Aussicht, STRC-Aktien am Markt zurückzukaufen.

Hougan erklärte, dem Unternehmen sei letztlich kaum etwas anderes übrig geblieben, als den ursprünglichen Mechanismus zur Kursstabilisierung aufzugeben.

„Bei einem Kurs von 75 US-Dollar war der Nennwert von 100 US-Dollar kurzfristig nicht mehr zu retten“, schrieb er.

Der Bitwise-Manager ergänzte, eine so starke Anhebung der STRC-Dividende, dass sich der Aktienkurs wieder erholt hätte, hätte vermutlich die Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der höheren Ausschüttungen zusätzlich verstärkt. Trotz der jüngsten Turbulenzen sieht Hougan Strategy jedoch nicht in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten.

„Die Verschwörungstheorien über eine drohende Liquidation halten einer mathematischen Überprüfung kaum stand“, schrieb er.

Nach seinen Angaben verfügt Strategy derzeit über Bitcoin-Bestände im Wert von rund 49,6 Milliarden US-Dollar sowie Barmittel von 2,6 Milliarden US-Dollar. Dem stünden Schulden in Höhe von 6,8 Milliarden US-Dollar gegenüber. Selbst unter Berücksichtigung der Verpflichtungen aus den Vorzugsaktien verfüge das Unternehmen über ausreichenden finanziellen Spielraum, da Dividendenzahlungen bei Bedarf ausgesetzt werden könnten.

„Bitcoin müsste massiv um mehr als 70 Prozent fallen und über mehrere Jahre auf diesem Niveau bleiben, damit das Unternehmen ernsthaft gefährdet wäre“, fügte er hinzu.

Institutionelle Investoren sollen die nächste Bitcoin-Phase prägen

Hougan geht zudem davon aus, dass Strategy seine Rolle als dominierender Unternehmenskäufer von Bitcoin zunehmend verliert, da die institutionelle Nachfrage weiter zunimmt.

„Ich denke, es werden die Institutionen sein“, sagte Hougan mit Blick auf die wahrscheinlichen Treiber der nächsten Nachfragewelle bei Bitcoin. Er verwies auf das wachsende Engagement von Banken, Vermögensverwaltern, Pensionsfonds, Staatsfonds und Finanzberatern, die große Kapitalvolumina verwalten.

Der Bericht verweist außerdem auf Entwicklungen wie die Bitcoin-ETF-Angebote von Morgan Stanley, Modellportfolios von Wells Fargo mit Bitcoin-Allokationen sowie die anhaltend steigende institutionelle Nutzung von Spot-Bitcoin-ETFs seit deren Einführung.

Hougan sieht in der aktuellen Korrektur ein Muster, das bereits in früheren Krypto-Marktzyklen zu beobachten gewesen sei. Phasen übermäßigen Optimismus und hoher Fremdfinanzierung würden regelmäßig von einer umfassenden Marktbereinigung abgelöst. Seiner Einschätzung nach ist der Tiefpunkt inzwischen nahe und der Bullenmarkt dürfte im Herbst wieder an Fahrt gewinnen.

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