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Bitcoin vor Trendwende? Studie sieht Bodenbildung und zähe Seitwärtsphase

Bitcoin (BTC) nähert sich nach Einschätzung von K33 einem Boden oder hat diesen möglicherweise bereits ausgebildet. Darauf könnte eine anhaltende Phase mit nur langsamen Kursbewegungen folgen.

In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht erklärte K33-Researchchef Vetle Lunde, das aktuelle Marktregime weise starke Parallelen zu den Phasen im Oktober und November 2022 auf. Diese hätten sich nahe dem globalen Tiefpunkt des vergangenen Bärenmarktes abgespielt. In diesen Zeiträumen hätten die Kurse weitgehend seitwärts tendiert, während Bitcoin durchschnittliche Renditen zwischen -3,5 und +3 Prozent verzeichnet habe.

„Diese Beobachtungen decken sich mit unserer Einschätzung, dass wir uns sehr nahe am globalen Boden dieses Abschwungs befinden oder ihn bereits erreicht haben. Zugleich stützt dies unsere Ansicht, dass BTC in den kommenden Monaten ein langsames und wenig ermutigendes Konsolidierungsumfeld bevorsteht“, so Lunde.

Das Unternehmen geht davon aus, dass Bitcoin trotz der Bewertung der Spanne als „sehr attraktives“ Einstiegsniveau weiter zwischen 60.000 und 75.000 US-Dollar pendeln könnte.

K33s proprietärer Regime-Indikator. Quelle: K33

Krypto-Fear-and-Greed-Index mit begrenzter Prognosekraft

Die Prognose erfolgt vor dem Hintergrund, dass K33 dem Krypto-Fear-and-Greed-Index nur eine eingeschränkte Eignung zur Vorhersage der künftigen Kursentwicklung bescheinigt. Nachdem der Index in der vergangenen Woche infolge des anhaltenden Bitcoin-Rückgangs auf ein Rekordtief von 5 gefallen war, werteten viele Investoren dies als mögliches Kaufsignal.

Historisch würden Marktteilnehmer extrem niedrige Indexstände als Kauf- und ausgeprägte Gier-Werte als Verkaufssignal interpretieren. K33 argumentiert jedoch, der Index verhalte sich eher wie ein rückblickender Momentum-Indikator als wie ein Instrument zur Prognose zukünftiger Kurse. Die Korrelation liege bei 0,71 mit der vergangenen Entwicklung, jedoch nur bei 0,14 mit künftigen Renditen.

Lunde verwies auf eine Analyse von knapp 3.000 Handelstagen. Demnach hätten Anleger, die bei extremer Gier kauften, im Durchschnitt eine 90-Tage-Rendite von 95 Prozent erzielt. Bei Käufen während extremer Angst habe die Rendite im Mittel 2,4 Prozent betragen.

„Dieses kontraintuitive Ergebnis erklärt sich aus der Struktur des Index selbst: Gier-Werte treten typischerweise in Beschleunigungsphasen von Bullenmärkten auf, nicht an deren Hochpunkten“, schrieb Lunde.

Vorwärtsrenditen von BTC bei verschiedenen Fear-and-Greed-Werten. Quelle: K33

Der Bericht betonte zudem, dass Käufe bei extremer Angst zwar nicht durchweg hohe Erträge gebracht hätten, jedoch zur Begrenzung von Abwärtsrisiken beigetragen hätten. Historisch habe der Index bei Werten unter 10 einen durchschnittlichen maximalen künftigen Rückgang von -29,5 Prozent ausgewiesen.

Bitcoin notierte am Mittwoch bei rund 67.000 US-Dollar und damit 0,4 Prozent niedriger binnen 24 Stunden. Die führende Kryptowährung verzeichnete erneut Phasen negativer Finanzierungsraten, während das Open Interest zurückging.

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