Bitcoin News: Bitcoin über 65.000 Dollar – Institutionelle Anleger kehren zurück
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDer Bitcoin hat am Montag die Marke von 65.000 US-Dollar überschritten. Nach Einschätzung des Analysehauses Glassnode sprechen eine verbesserte Onchain-Aktivität, eine Erholung der Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs sowie eine Stabilisierung an den Derivatemärkten für ein ausgewogeneres Marktumfeld.
In einem am Montag veröffentlichten Bericht erklärte Glassnode, dass die jüngste Erholung des Bitcoin-Kurses zwar weiterhin Bestand habe, die rückläufigen Spot-Handelsvolumina jedoch darauf hindeuteten, dass Anleger noch auf stärkere Impulse für den nächsten größeren Kursausbruch warteten. Das Spot-Handelsvolumen fiel unter die untere statistische Schwelle von 4,5 Milliarden US-Dollar und signalisiert damit eine weiterhin vorsichtige Haltung der Investoren.
„Dieser anhaltende Mangel an Liquidität deutet auf eine Konsolidierungsphase hin, in der sich die Beteiligung der Anleger derzeit in Grenzen hält“, schrieb Glassnode.
Institutionelle Nachfrage zieht an – Derivatemärkte gewinnen an Zuversicht
Trotz der schwächeren Nachfrage am Spotmarkt zeigten die Derivatemärkte Anzeichen einer verbesserten Stimmung. Das Open Interest bei Bitcoin-Futures stieg gemeinsam mit den Kursen auf 32 Milliarden US-Dollar.
Auch das Open Interest bei Optionen legte um 7,7 % auf 30,1 Milliarden US-Dollar zu. Das deutet darauf hin, dass Anleger im Vorfeld der nächsten größeren Marktbewegung aktiv neue Positionen aufbauen.
Nach Angaben von Glassnode hat sich zudem die Lücke zwischen impliziter und realisierter Volatilität verringert. Das spreche dafür, dass Händler inzwischen nicht mehr den erhöhten Risikoaufschlag einpreisen, der während des Ausverkaufs im Juni zu beobachten war.
Auch die Nachfrage nach Put-Optionen zur Absicherung ist zurückgegangen. Das deutet auf einen nachlassenden Bedarf an bärischen Absicherungsstrategien und eine neutralere Marktstimmung hin.
Auf institutioneller Seite setzte sich die Erholung der US-Spot-Bitcoin-ETFs fort. In der vergangenen Woche verzeichneten sie Nettozuflüsse von 76,2 Millionen US-Dollar, nachdem bereits in der Vorwoche 197,4 Millionen US-Dollar zugeflossen waren. Das wöchentliche Handelsvolumen der Produkte stieg auf 9,4 Milliarden US-Dollar. Zudem hat die Gesamtheit der ETF-Anleger nach zuvor zwischenzeitlichen Buchverlusten weitgehend wieder die Gewinnschwelle erreicht.
Glassnode erklärte, die Entwicklung spreche für eine Stabilisierung der institutionellen Nachfrage. Gleichzeitig bleibe die spekulative Beteiligung weiterhin verhalten und sei nicht von übermäßiger Risikobereitschaft geprägt.
„Der Anstieg des Handelsvolumens deutet auf ein wachsendes spekulatives Interesse und eine höhere Reaktionsbereitschaft der Marktteilnehmer auf das aktuelle Marktumfeld hin“, schrieb ein Analyst des Unternehmens.
Trotz der verbesserten Rahmenbedingungen warnte Glassnode davor, dass der steigende Anteil kurzfristig orientierter Anleger den Markt anfälliger für Stimmungswechsel machen könnte.
„Der wachsende Anteil kurzfristig orientierten und preissensiblen Kapitals erhöht die Wahrscheinlichkeit stärkerer Kursschwankungen“, ergänzte das Unternehmen.
Makro-Sorgen belasten die Märkte trotz robuster Bitcoin-Entwicklung
Während sich die Stimmung rund um den Bitcoin allmählich verbessert, betonten die Analysten von QCP, dass makroökonomische Entwicklungen weiterhin der wichtigste Einflussfaktor für den Bitcoin und die Finanzmärkte insgesamt bleiben.
Nach Einschätzung des Unternehmens befinden sich die Märkte weiterhin klar im Risk-off-Modus. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran stützen die Ölpreise, während die restriktivere Haltung der US-Notenbank die Erwartungen an baldige Zinssenkungen begrenzt.
Die Nordseesorte Brent ist auf über 85 US-Dollar je Barrel gestiegen und hat damit angesichts der Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen rund um die Straße von Hormus den höchsten Stand seit einem Monat erreicht.
Trotz dieses Gegenwinds zeigt sich der Bitcoin weiterhin robust. Auch andere Analysten verweisen auf eine zunehmende institutionelle Nachfrage über die US-Spot-Bitcoin-ETFs.
„Die jüngsten Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs zeigen, dass die institutionelle Nachfrage zurückgekehrt ist. Dennoch steht der Juli weiterhin im Zeichen der Aufarbeitung der vorherigen Abflüsse, darunter die hohen Mittelabzüge im Mai und Juni“, sagte Lacie Zhang, Research-Analystin bei Bitget Wallet. „In diesem Umfeld kann die ETF-Nachfrage das Angebot aufnehmen und einen stärkeren Kurseinbruch verhindern. Sie sorgt jedoch nicht automatisch für neue Aufwärtsdynamik, wenn gleichzeitig Hedgefonds, Miner, Treasury-Gesellschaften oder gehebelte Marktteilnehmer ihre Positionen reduzieren.“
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte der Bitcoin bei 65.050 US-Dollar und damit rund 1 % höher als 24 Stunden zuvor.
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