Aave-Schock: Top-Entwickler zieht nach Streit um Machtverteilung den Stecker
| |Übersetzung überprüftZum OriginalBGD Labs teilte mit, die vierjährige Unterstützungsrolle für die Aave (AAVE) DAO bis zum 1. April zu beenden. Als Grund nannte das Unternehmen wachsende Bedenken hinsichtlich einer zunehmenden Zentralisierung rund um Aave Labs.
BGD Labs äußert in jüngster Mitteilung Bedenken zu Aave
BGD Labs hat angekündigt, die Unterstützung für die Aave DAO bis zum 1. April einzustellen und keine Verlängerung anzustreben. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung im Aave-Forum hervor.
Das auf Smart-Contract-Entwicklung spezialisierte Unternehmen, das nach eigenen Angaben vier Jahre zum Wachstum und zur Wartung des Aave-Protokolls beigetragen hat, verwies auf ein aus seiner Sicht „asymmetrisches organisatorisches Szenario“ innerhalb des Ökosystems als Hauptgrund für den Rückzug. BGD erklärte, der Schritt sei durch die angeblich zunehmend zentrale Rolle von Aave Labs inspiriert, insbesondere bei der Führung der Entwicklung von Aave v4.
In der Stellungnahme erklärte BGD, Aave Labs habe die DAO und ihre Mitwirkenden dazu bewegt, sich stärker an einer bevorzugten strategischen Ausrichtung zu orientieren, ohne die Expertise und Beiträge bestehender Teams ausreichend zu berücksichtigen.
Das Unternehmen führte mehrere operative Punkte an, die zu der Entscheidung beigetragen hätten. Dazu zähle ein nachlassender Fokus auf Aave v3, das weiterhin zu den führenden Kreditprotokollen im Bereich der dezentralen Finanzanwendungen zählt.
„Ein Großteil der Arbeit, die es Aave v3 ermöglichte, über mehrere Instanzen, Märkte und Risikoprofile hinweg zu skalieren, war nicht nutzerseitig sichtbar – und sollte es auch nicht sein. Der Erfolg besteht gerade darin, dass die meisten Nutzer darüber nie nachdenken mussten“, kommentierte ein Mitglied des Aave-Forums zu der Stellungnahme.
BGD Labs kritisierte zudem eine aus seiner Sicht öffentliche Kommunikation, die v4 durch die Hervorhebung vermeintlicher Schwächen von v3 bewerbe. Angesichts der anhaltenden Marktrelevanz und der Sicherheitsbilanz von v3 bezeichnete das Unternehmen dieses Vorgehen als unverantwortlich.
Unzufriedenheit äußerte BGD auch über die Kooperationsstruktur rund um die Entwicklung von v4. Nach Angaben des Unternehmens werde v4 ausschließlich von Aave Labs entwickelt. Der Spielraum für substanzielle externe Beiträge sei begrenzt, zudem fehle ein formaler Vergütungsrahmen für Beratungsleistungen Dritter.
Darüber hinaus verwies BGD auf eine aus seiner Sicht „konfrontative Haltung“ gegenüber laufenden v3-Upgrades. Genannt wurden öffentliche Aussagen zu angeblichen Sicherheitsrisiken ohne ausreichende technische Grundlage sowie Vorschläge, bestimmte v3-Funktionen auszusetzen und den Fokus nach dem Start vollständig auf v4 zu verlagern. BGD bezeichnete solche Maßnahmen als verfrüht, da sich v4 noch in Entwicklung befinde.
Trotz des Rückzugs kündigte BGD einen geordneten Übergang an. Alle aktiven Projekte würden bis zum 1. April 2026 fortgeführt, darunter Erweiterungen auf weitere Blockchains und geplante v3-Upgrades. Zeitlich begrenzte Initiativen sollen nach Möglichkeit abgeschlossen oder für die Übergabe dokumentiert werden.
Zusätzlich schlug BGD eine optionale zweimonatige Sicherheitsvereinbarung von April bis Juni 2026 mit einem Gesamtvolumen von 200.000 US-Dollar vor. Diese würde die Reaktion auf Vorfälle und die Sicherheitsüberwachung für v3, Governance-Systeme sowie Umbrella abdecken, einschließlich der Koordination über Plattformen wie Immunefi. Die Zustimmung erfordere eine separate Governance-Abstimmung.
Die Ankündigung gilt als Einschnitt für das Aave-Ökosystem, da sich einer der langjährigsten Mitwirkenden vor dem Hintergrund veränderter Governance-Strukturen auf den Ausstieg vorbereitet.
AAVE-Kursausblick: Widerstand an der 20-Tage-EMA hält
AAVE gab nach der Ankündigung um mehr als 5 % nach.
Im Tageschart notiert AAVE/USDT bei 116 US-Dollar. Der Kurs bleibt unter dem 20-Tage-Exponentiellen-Gleitenden-Durchschnitt (EMA) bei 124 US-Dollar, der abwärtsgerichtet verläuft und Erholungen begrenzt. Diese Konstellation signalisiert eine anhaltende Abwärtstendenz, wobei Verkaufsdruck bei Kursanstiegen besteht.
AAVE/USDT-Tageschart
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 40 ist zurückgegangen und deutet auf nachlassende Dynamik hin. Der Stochastik-Indikator hat sich aus dem überkauften Bereich in die Mitte zurückgezogen, was für eine Phase der Konsolidierung spricht. Ein unmittelbarer Widerstand liegt bei 182 US-Dollar. Unterstützungen werden bei 97 und 77 US-Dollar gesehen. Ein Anstieg über die 20-Tage-EMA könnte das Chartbild aufhellen, während ein Scheitern auf dem aktuellen Niveau den Druck auf die genannten Unterstützungen aufrechterhalten dürfte.
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