• WTI zieht am Dienstag einige Folgeverkäufer an als Reaktion auf den Waffenstillstand zwischen Israel und Iran.
  • Die Unsicherheit über das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran hält die geopolitischen Risiken aufrecht und hilft, Verluste zu begrenzen.
  • Das technische Setup bevorzugt die Bären und unterstützt die Aussicht auf eine weitere kurzfristige Abwertung.

West Texas Intermediate (WTI) – der Benchmark-Preis für US-Rohöl – setzt die scharfe Retracement-Bewegung vom Vortag aus der Nähe der Mitte der 93,00-USD-Marke fort und zieht während der asiatischen Handelssitzung am Dienstag einige Folgeverkäufe an. Das Rohstoffprodukt notiert um die 88,75-USD-Region und liegt für den Tag über 1% im Minus, zeigt jedoch keine klare bärische Überzeugung, da die Händler auf weitere Fortschritte im umfassenderen Nahostkonflikt warten.

Iran und Israel erklärten am Montag, sie hätten nach einem Appell von US-Präsident Donald Trump ihre Angriffe aufeinander eingestellt, was die geopolitischen Spannungen entschärfte und Druck auf die Rohölpreise ausübte. Iran warnte jedoch, dass es die Feindseligkeiten wieder aufnehmen würde, falls Israel weiterhin die Hisbollah im Libanon angreift. Hinzu kommt, dass die Pattsituation zwischen den USA und Iran bezüglich des iranischen Atomprogramms und der Straße von Hormus die geopolitischen Risikoprämien aufrechterhält, was hilft, Verluste beim schwarzen Gold zu begrenzen.

Der Rohstoff behält eine kurzfristig bärische Tendenz unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf der 4-Stunden-Chart bei, der als primäre obere Begrenzung fungiert. Zudem bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator unter der Nulllinie, und ein insgesamt negatives Profil deutet darauf hin, dass das Abwärtsmomentum anhält. Ergänzend dazu signalisiert der Relative Strength Index (RSI) bei rund 42 eine gedämpfte Nachfrage statt überverkaufter Bedingungen.

Das oben genannte technische Setup lässt weiteres Schwächepotenzial offen, falls die Verkäufe wieder einsetzen. Der unmittelbare Fokus auf der Unterseite liegt auf einer starken horizontalen Unterstützung zwischen 86,50 und 86,00 USD. Ein überzeugender Bruch darunter würde die Rohölpreise anfällig für erneute Verkäufe in Richtung unter 81,00 USD machen, also das monatliche Tief vom April.

Auf der Oberseite ist der erste Widerstand durch den 200-Perioden-SMA bei 95,25 USD definiert, und die Bullen müssten eine anhaltende Erholung über diese Barriere erzielen, um die vorherrschende bärische Struktur auf der Vier-Stunden-Chart zu entschärfen. Dennoch sprechen die Momentum-Indikatoren derzeit dafür, dass Rallyes eher unter dem mittelfristigen Durchschnitt auf Verkaufsdruck stoßen.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

WTI 4-Stunden-Chart

Chartanalyse WTI US-Öl

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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