EUR/USD Prognose: Bleibt bei Hochs, aber Draghi kann dovish Fed noch überbieten


  • EUR/USD konsolidiert seine Gewinne vor einer geschäftigen Woche
  • EZB Präsident Draghi hat eine weitere Möglichkeit die Richtung des Paares zu beeinflussen
  • Charttechnik hat sich erheblich verbessert

Der EUR/USD wird um 1,1400 gehandelt, wo wir ihn bereits am späten Freitag gesehen haben. Der US-Dollar wurde zum Ende einer turbulenten Woche verkauft. Es gibt insgesamt 3 Faktoren, welche den Dollar belasten, wobei der wichtigste der dovish Fed Twist ist.

Das Wall Street Journal berichtete, dass die amerikanische Zentralbank die Senkung der Bilanz stoppen könnte. Da mit solch einer Entscheidung potenziell mehr Dollar am Markt vorhanden sein werden, verlor der Dollar an Wert. In dieser Woche erwartet uns die geldpolitische Entscheidung der Fed. Bei der vorherigen Sitzung sagte der Fed Vorsitzende J. Powell, dass das geldpolitische Programm auf Autopilot fortgesetzt wird, aber seitdem hat sich einiges geändert.

Der Regierung Shutdown belastete den Dollar ebenfalls. Das 35-jährige Debakel endete am Freitag, wenn auch lediglich vorübergehend. Donald Trump kündigte eine 3-wöchige Wiedereröffnung der Regierung einen und in dieser Zeit wird über die Finanzierung der Grenzmauer verhandelt. Dies sollte die Wirtschaft in einer gewissen Weise entlasten, aber Wichtige für diese Woche geplante Daten, wie das BIP, werden wahrscheinlich verschoben werden müssen.

Die Gemeinschaftswährung zeigte sich nach der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank am letzten Donnerstag recht volatil. Präsident Mario Draghi hatte für die Märkte eine ausgeglichene Botschaft. Er wiederholte seine Haltung in Bezug auf die zunehmenden Abwärtsrisiken und die wichtigsten Faktoren sind aus seiner Sicht der Protektionismus, die chinesische Konjunkturabschwächung und die Probleme der deutschen Autoindustrie. Der Arbeitsmarkt und das Lohnwachstum sind aus seiner Sicht positive Lichtblicke.

Eine Änderung der Guidance ist jedoch erst im März zu erwarten, da es hier von der Zentralbank neue Prognosen geben wird.

Draghi wird heute vor dem Europäischen Parlament sprechen und er wird seine Argumente wahrscheinlich wiederholen. Neue Informationen zum Timing der Zinserhöhung würden vom Markt direkt umgesetzt werden.

Zunehmende Beweise für ein langsameres Wachstum und eine dovish Haltung, könnten den Euro unter Druck bringen.

Die US-China Verhandlungen um ein Handelsabkommen dürfen ebenfalls nicht aus dem Auge verloren werden. Chinas Premierminister Liu He wird in dieser Woche mit dem US Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sprechen.

EUR/USD technische Analyse für den 28. Januar 2019

EUR/USD Technische Analyse

Die EUR/USD Bullen haben die Oberhand gewonnen. Das Paar wird über dem 50-SMA des 4-Stundenchart und im Bereich des 200-SMA gelandet. Das Momentum ist positiv und der Relative Strength Index ist noch nicht im überkauften Bereich.

Die psychologische Marke von 1,1400 bietet einen Widerstand, gefolgt von der 1,1415, welche den Euro/Dollar in den vergangenen Stunden begrenzte. Die 1,1450 bot zuvor in diesem Monat eine Unterstützung und nun ist dieses Niveau zusammen mit der 1,1490, 1,1540 und 1,1570 ein Widerstand.

Das Swingtief von vor einigen Wochen bei 1,1355 bietet eine Unterstützung und darunter könnten die Verluste zur 1,1340, 1,1310 und dem neuen 2019 Tief von 1,1290 ausgebaut werden.

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