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Zinsdeckel für Kreditkarten stößt bei US-Banken auf Widerstand

Der Vorstandschef von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, hat deutliche Bedenken gegen den Vorschlag von Präsident Donald Trump geäußert, Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent zu begrenzen.

Dimon warnte, ein solcher Schritt würde den Zugang zu Krediten erheblich einschränken und große Teile der US-Wirtschaft belasten.

In einer Rede beim World Economic Forum in Davos bezeichnete Dimon die Idee als „wirtschaftliche Katastrophe“, räumte jedoch ein, dass große Banken wie JPMorgan die Änderungen voraussichtlich verkraften könnten.

Trump hatte Anfang des Monats eine einjährige Deckelung der Kreditkartenzinsen ab dem 20. Januar vorgeschlagen und argumentiert, Verbraucher in den USA würden von Kreditgebern übermäßig belastet. Der Plan ist bislang nicht umgesetzt, zudem bestehen offene Fragen zur Durchsetzung.

Nach Einschätzung Dimons wäre eine Obergrenze von 10 Prozent „drastisch“ und könnte rund 80 Prozent der US-Bürger den Zugang zu kurzfristigen Kreditlinien nehmen. Die Folgen würden über die Bankenbranche hinausreichen und unter anderem Restaurants, Einzelhändler, Reiseunternehmen, Bildungseinrichtungen und Kommunen treffen, da Verbraucher Schwierigkeiten hätten, laufende Ausgaben zu finanzieren.

Auch Branchenverbände der Banken äußerten ähnliche Bedenken. Sie halten es für möglich, dass Kreditgeber als Reaktion Kreditlimits senken, risikoreiche Konten schließen und Bonusprogramme zurückfahren. Zudem könnte dies Verbraucher in weniger regulierte und teurere Finanzierungsangebote drängen.

Trotz des Gegenwinds aus der Branche hält Trump an seinem Vorschlag fest. Kreditkartenunternehmen erzielten hohe Gewinne und sollten Verbraucher entlasten, so seine Begründung.

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