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Nvidia trotzt Exportverboten: KI-Boom treibt Umsatz, China-Geschäft belastet Ergebnis

Trotz wachsender Exportbeschränkungen durch die US-Regierung legt Nvidia weiter ein beachtliches Wachstumstempo vor. Der Chipkonzern erzielte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 44,1 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal und satte 69 Prozent im Jahresvergleich. Damit übertraf Nvidia die Erwartungen der Analysten klar und zeigt, dass die weltweite Nachfrage nach Hochleistungs-KI-Hardware ungebrochen hoch ist.

Der Gewinn je Aktie blieb hingegen hinter den Prognosen zurück: 0,81 US-Dollar statt der erwarteten 0,85. Grund dafür war vor allem eine außerordentliche Belastung in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar – eine Folge der verschärften US-Exportvorschriften, die Nvidia daran hindern, bestimmte KI-Chips nach China zu liefern. Dennoch konnte der Konzern seinen Nettogewinn auf 18,8 Milliarden US-Dollar steigern – ein Zuwachs von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Exportkontrollen bremsen Geschäft mit China

Vor allem das Geschäft mit dem Hochleistungs-KI-Chip H20 bekam die neuen Regelungen zu spüren. Zwar erwirtschaftete Nvidia mit dem Modell im ersten Quartal noch 4,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, doch zusätzliche Lieferungen im Umfang von 2,5 Milliarden US-Dollar mussten aufgrund der neuen Auflagen gestoppt werden. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Umsatzverlust von rund 8 Milliarden US-Dollar allein durch die H20-Beschränkungen.

Als Reaktion darauf plant Nvidia bereits ein neues, kostengünstigeres KI-Modell speziell für den chinesischen Markt. Die Massenproduktion soll im Juni anlaufen.

Rechenzentren und Gaming treiben Wachstum

Trotz der Rückschläge im China-Geschäft bleibt das Kerngeschäft mit Rechenzentren der zentrale Wachstumstreiber. Die Sparte machte erneut den Löwenanteil des Umsatzes aus und legte gegenüber dem Vorquartal um 10 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 73 Prozent.

Parallel dazu entwickelte sich auch das Gaming-Segment positiv: Dank starker Nachfrage nach RTX-Grafikkarten sowie der Einführung neuer Modelle (RTX 5070 und 5060) erzielte Nvidia hier einen Rekordumsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Ausblick: Neue Plattformen, hohe Nachfrage

Ein Hoffnungsträger für die kommenden Quartale ist die neue Blackwell-Architektur. Die Plattform, die unter anderem bei AWS, Google Cloud und Microsoft Azure zum Einsatz kommen soll, befindet sich mittlerweile in der Serienproduktion. Sie ist auf Anwendungen zur KI-gestützten Entscheidungsfindung ausgelegt und soll die nächste Leistungsstufe in Nvidias KI-Portfolio markieren.

Obwohl geopolitische Hürden derzeit für Unsicherheit sorgen, zeigt sich das Unternehmen gut gerüstet für die Zukunft. Der Bedarf an KI-Infrastruktur wächst weltweit – und Nvidia bleibt ein zentraler Akteur dieser Entwicklung.

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