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Mizuho sieht Aufholpotenzial bei ASML vor freundlicherem Branchenumfeld

Der Halbleiterausrüstersektor steht nach Einschätzung der japanischen Investmentbank Mizuho vor einer möglichen Aufwärtsbewegung. Die Rahmenbedingungen für die Branche hätten sich zuletzt spürbar verbessert, hieß es in einer aktuellen Analyse. Mit Blick auf das Jahr 2026 stelle sich das Umfeld besonders attraktiv dar.

Die Analysten verwiesen auf eine deutlich aufgehellte Stimmung im Bereich der Halbleiterfertigungsanlagen. Treiber seien eine wieder zunehmende Zuversicht hinsichtlich der Nachfrage aus dem Bereich Künstliche Intelligenz sowie die Erwartung anhaltend positiver Branchennachrichten.

Zwar habe sich der Sektor in den vergangenen Monaten volatil gezeigt, die Positionierung zwischen Hedgefonds und langfristig orientierten Investoren sei jedoch ausgewogen. Dies biete eine stabile Grundlage für weitere Kursgewinne.

Die Experten betonten zudem, dass die Investmentchance nicht von einem einzelnen Auslöser abhänge. Vielmehr zeichne sich eine schrittweise Verbesserung der fundamentalen Entwicklung ab, die von den Märkten bislang noch nicht vollständig eingepreist sei.

Als bevorzugten Titel im Bereich Halbleiterfertigungstechnik nennt Mizuho den niederländischen Konzern ASML. Die Aktie habe im vergangenen Jahr hinter vergleichbaren Werten zurückgelegen.

Zurückzuführen sei die Underperformance unter anderem auf Sorgen über ein langsameres Umsatzwachstum im Jahr 2026 sowie auf die China-Exponierung und den Fokus auf hochentwickelte Lithographiesysteme. Ab dem Kalenderjahr 2027 erwarten die Analysten jedoch eine deutliche Beschleunigung des Umsatzwachstums, getragen von einem Ausbau der Kapazitäten im Spitzensegment zur Bedienung der stark steigenden KI-Nachfrage nach modernen Chips und Hochleistungs-Speicherlösungen.

Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Applied Materials, Lam Research und KLA habe ASML deutlich schlechter abgeschnitten. Mizuho sieht daher Spielraum für eine Aufholbewegung.

Die Erwartungen am Markt seien derzeit noch verhalten. Das durchschnittliche Kursziel liege bei rund 1.000 Euro und damit nur moderat über dem jüngsten Kursniveau von etwa 966 Euro. Sollten die Ausblicke für die Investitionsausgaben in den kommenden Wochen optimistischer ausfallen, halten die Analysten weitere Anpassungen nach oben für möglich.

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