EUR/USD bleibt über 1,0700 in Erwartung weiterer Zinserhöhungen der Fed
|- EUR/USD wertet aufgrund der verbesserten Risikobereitschaft nach den dovishen Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell auf.
- Der Fed-Vorsitzende Powell sagte, es werde länger dauern als bisher angenommen, um die Inflation auf das 2%-Ziel zu senken.
- Der Euro könnte zu kämpfen haben, da die jüngsten Inflationsdaten der Eurozone die Erwartungen für eine mögliche Zinssenkung durch die EZB im Juni gestärkt haben.
EUR/USD gewinnt am Donnerstag weiter an Boden, da die vorherrschende positive Stimmung am Markt risikosensiblen Währungen wie dem Euro Unterstützung bietet. Diese verbesserte Risikobereitschaft könnte auf die dovishen Äußerungen des Vorsitzenden der Federal Reserve Jerome Powell vom Mittwoch zurückzuführen sein. Powell wies die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung zurück, nachdem die Fed auf ihrer Mai-Sitzung am Mittwoch beschlossen hatte, die Zinsen bei 5,25%-5,50% zu belassen. Das Paar EUR/USD steigt im Laufe des asiatischen Handels auf fast 1,0720.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sagte der Vorsitzende der US-Notenbank Jerome Powell, dass die Fortschritte bei der Inflation in letzter Zeit ins Stocken geraten seien, was darauf hindeute, dass es länger dauern werde als bisher angenommen, um die Inflation auf das 2%-Ziel der Zentralbank zu senken. Powell erwähnte auch, dass es gerechtfertigt wäre, die Zinssenkungen zu verschieben, wenn die robusten Neueinstellungen anhalten und die Inflation stagnieren würde.
Händler dürften am Donnerstag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft und die Aufträge an die Fabriken in den Vereinigten Staaten (US) erwarten. Diese Veröffentlichungen werden wahrscheinlich weitere Einblicke in den Zustand der Wirtschaft der Vereinigten Staaten (US) geben.
In der Eurozone könnte der Euro aufgrund der im Vergleich zur US-Notenbank dovisheren Haltung der Europäischen Zentralbank Probleme bekommen. Die jüngsten Inflationsdaten zeigen, dass die Inflation in der Eurozone im April wie erwartet stabil geblieben ist. Darüber hinaus ging die Kerninflation zurück, was die Wetten auf eine mögliche Zinssenkung durch die EZB im Juni verstärkt.
Am Donnerstag wird der endgültige HCOB Einkaufsmanager-Index (EMI) für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht, wobei die Markterwartungen mit den vorläufigen Zahlen übereinstimmen. Es handelt sich dabei um einen Frühindikator, der die Geschäftsaktivitäten im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone misst.
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