Krypto-Beben: Bitcoin rutscht ab – Angst am Markt wächst
Marktüberblick
Die Marktkapitalisierung des Kryptomarkts ist in den vergangenen 24 Stunden um rund fünf Prozent auf 2,82 Billionen US-Dollar gesunken und fiel zwischenzeitlich zweimal auf 2,78 Billionen US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit April vergangenen Jahres. Wie erwartet erhöhte die Abwärtsdynamik an den Rohstoff- und Aktienmärkten den Druck auf Kryptowährungen zusätzlich. Der Ausverkauf erfolgte bei erhöhten Handelsvolumina, da Marktteilnehmer während der längeren Konsolidierungsphase ihre Stop-Orders enger setzten. Das Worst-Case-Szenario geht von einem Rückgang in den Bereich von 1,8 bis 2 Billionen US-Dollar aus, mit einer Ausdehnung auf 161,8 Prozent der ursprünglichen Abwärtsbewegung aus dem Oktober und November.
Der Krypto-Stimmungsindex fiel bis Freitag auf 16 Punkte. Damit wurde der niedrigste Stand der vergangenen sechs Wochen erreicht und erneut der Bereich extremer Angst. Lediglich an zwei Tagen in dieser Woche konnte sich die Stimmung kurzzeitig davon lösen. Zwar gelten derart niedrige Werte häufig als Kaufgelegenheit, ein vorsichtigerer Ansatz empfiehlt jedoch, erst beim Verlassen der Zone extremer Angst zu kaufen, um das Risiko abrupter weiterer Kursverluste zu begrenzen.
Bitcoin verlor innerhalb von 24 Stunden rund sechs Prozent und rutschte zeitweise auf 81.000 US-Dollar ab, womit die Tiefstände von Ende November erneut erreicht wurden. Der Markt testet nun die Stabilität der Unterstützungszone, die im vergangenen Jahr dem Verkaufsdruck standgehalten hatte. Rund 10.000 US-Dollar darunter liegt ein Bereich, in dem sich die Hochpunkte der Jahre 2021 bis 2022 sowie der ersten Jahreshälfte 2024 ballen. Sollte diese Zone nicht halten, rückt ein Bereich von 52.000 bis 60.000 US-Dollar in den Fokus. In den kommenden Tagen dürfte jedoch zunächst die Entwicklung von Bitcoin um die Marke von 80.000 US-Dollar im Mittelpunkt stehen, die als schwer zu durchbrechen gilt und von vielen Marktteilnehmern als Kaufchance gesehen wird.
Nachrichtenlage
Mehr als 22 Prozent des verfügbaren Bitcoin-Angebots liegen aktuell im Minus. Eine zentrale Unterstützungsmarke für Bitcoin liegt laut Glassnode bei 83.400 US-Dollar. Ein Bruch dieses Niveaus würde einen Rückgang auf den „tatsächlichen durchschnittlichen Marktpreis“ von 80.700 US-Dollar nach sich ziehen. Bei weiter fallenden Kursen könnten auch langfristige Anleger beginnen, Verluste zu realisieren, was den Abwärtsdruck zusätzlich verstärken dürfte.
Der spekulative Hype um Kryptowährungen dürfte in diesem Jahr nachlassen und digitalen Vermögenswerten eine Rolle als grundlegende Finanz- und Abwicklungsschicht für das gesamte Internet zukommen, erwartet Wintermute Ventures. Stablecoins würden dabei zum wichtigsten Zahlungsmittel der digitalen Wirtschaft.
Das auf Börsen verfügbare Ethereum-Angebot ist laut Santiment den sechsten Monat in Folge rückläufig. Hintergrund ist der anhaltende Hype um Staking. Seit Juli vergangenen Jahres ist das Volumen um rund ein Drittel auf 8,15 Millionen Ether gesunken.
Das Gesamtvolumen illegaler Kryptowährungstransaktionen erreichte im Jahr 2025 laut TRM Labs mit 158 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Das entspricht einem Anstieg von 145 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hacker erbeuteten im Jahresverlauf in fast 150 Angriffen Kryptowährungen im Wert von 2,87 Milliarden US-Dollar.
Der Stablecoin USD1, der von der Firma World Liberty Financial des US-Präsidenten Donald Trump ausgegeben wird, erreichte weniger als ein Jahr nach seiner Einführung eine Marktkapitalisierung von fünf Milliarden US-Dollar. Damit ist er inzwischen der fünftgrößte Stablecoin weltweit.
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