USD/JPY Kursprognose: Breakout über wichtige Hürden begünstigt Bullen
|- Der USD/JPY steigt den dritten Tag in Folge und erreicht den höchsten Stand seit fast drei Monaten.
- Die Unsicherheit über eine Zinserhöhung der BoJ belastet den JPY vor den vorgezogenen Wahlen in Japan.
- Wetten auf kleinere Zinssenkungen der Fed stützen den USD und geben der Hauptwährung weiteren Auftrieb.
Der japanische Yen (JPY) setzte am Mittwoch seine relative Underperformance fort und fiel zum ersten Mal seit dem 31. Juli unter die Marke von 152,00 gegenüber dem US-Dollar. In Ermangelung verbaler Interventionen seitens der japanischen Behörden wird davon ausgegangen, dass die Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts und des Tempos weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan (BoJ) den JPY belasten wird. Darüber hinaus deuten jüngste Meinungsumfragen darauf hin, dass die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) Japans bei den bevorstehenden Parlamentswahlen am 27. Oktober ihre Mehrheit verlieren könnte. Dies lässt Zweifel an der Fähigkeit der BoJ aufkommen, die Zinsen in diesem Jahr weiter anzuheben, und dürfte den JPY weiter belasten.
Der US-Dollar (USD) hingegen setzte seinen jüngsten Aufwärtstrend seit Monatsbeginn fort und erreichte angesichts der Aussicht auf langsamere Zinssenkungen durch die US-Notenbank den höchsten Stand seit Anfang August. Das FedWatch-Tool der CME Group zeigt eine Wahrscheinlichkeit von fast 90% an, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung im November die Kreditkosten um 25 Basispunkte senken wird. Unterdessen heizt die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen am 5. November Spekulationen über die Einführung potenziell inflationstreibender Zölle an. Dies könnte die Fed zu einer weniger aggressiven Lockerungspolitik zwingen.
Unterdessen war dieser Ausblick ein entscheidender Faktor für den jüngsten Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit drei Monaten. Dies könnte den USD weiter stützen und die kurzfristig negativen Aussichten für den JPY mit seinen niedrigeren Zinsen bestätigen, was darauf hindeutet, dass der Weg des geringsten Widerstands für USD/JPY nach oben führt. Die vorherrschende Risikoscheu in Verbindung mit den anhaltenden geopolitischen Risiken, die sich aus den anhaltenden Konflikten im Nahen Osten ergeben, könnte jedoch den sicheren Hafen JPY etwas stützen und die Gewinne des Währungspaares begrenzen. Nichtsdestotrotz deutet der fundamentale Hintergrund darauf hin, dass jede größere Korrektur nach wie vor als Kaufgelegenheit betrachtet werden könnte.
Technischer Ausblick
Aus technischer Sicht wurde der Ausbruch über den Widerstand bei 150,65 am Dienstag und die anschließende Bewegung über den sehr wichtigen 200-Tage-SMA (Simple Moving Average) als neuer Impuls für bullische Händler angesehen. Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart zeigt jedoch leicht überkaufte Bedingungen an und mahnt zur Vorsicht. Daher ist es ratsam, eine kurzfristige Konsolidierung oder einen leichten Rückgang abzuwarten, bevor man sich für den nächsten Aufwärtstrend positioniert. Dennoch scheint die USD/JPY-Paarung bereit für einen weiteren Anstieg, um die runde Zahl von 153,00 zurückzuerobern und die nächste wichtige Hürde im Bereich von 153,35 zu testen, die das 61,8% Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Juli bis September darstellt.
Auf der anderen Seite scheint das Niveau von 152,00 nun den unmittelbaren Abwärtstrend zu schützen, unterhalb dessen sich der korrigierende Rückgang in Richtung des 200-Tage-SMA ausweiten könnte, der sich derzeit in der Nähe der Region 151,35-151,30 befindet. Jeder weitere Rückgang in Richtung der runden Zahl von 151,00 könnte als Kaufgelegenheit betrachtet werden, was wiederum dazu beitragen sollte, die Verluste des Währungspaares USD/JPY in der Nähe der Widerstandsmarke von 150,65 zu begrenzen. Letzterer umfasst den 100-Tage-SMA und das 50-Prozent-Fibo-Level, das als wichtiger Dreh- und Angelpunkt und als starke kurzfristige Basis dienen sollte. Ein überzeugender Durchbruch nach unten deutet jedoch darauf hin, dass das aufwärts gerichtete Momentum an Schwung verloren hat, und verschiebt den Trend zugunsten der bearishen Händler.
USD/JPY auf dem Tages-Chart
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