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Goldpreis-Prognose: Darauf kommt es jetzt an

  • Der Goldpreis verteidigt die Marke von 2.600 $ vor dem kritischen US-CPI. 
  • Der US-Dollar gibt nach, während die Renditen der Staatsanleihen fallen.
  • Die Erholung des Goldpreises muss sich über der Marke von 2.645 $ festigen.

Der Goldpreis erreicht am Mittwochmorgen wieder die 2.600er-Marke und folgt damit der schwachen Erholung im asiatischen Handel am Dienstag. Der Goldpreis beendet seine dreitägige Verlustserie.

Goldpreis erholt sich, ist aber noch nicht über dem Berg

Nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen Anfang des Monats realisieren Händler Gewinne aus ihren Short-Positionen bei Gold und Long-Positionen beim US-Dollar (USD). Trumps Niedrigsteuer- und Außenhandelspolitik wird als inflationär angesehen. Diese Einschätzung hat zusammen mit den Renditen von US-Staatsanleihen den USD auf Kosten des nicht rentierlichen Goldpreises gestützt.

Darüber hinaus gehen die Märkte davon aus, dass die harte Politik des designierten US-Präsidenten Trump den Lockerungszyklus der US-Notenbank Fed verlangsamen könnte, was sich ebenfalls positiv auf den Greenback ausgewirkt hat.

Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 60% für eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) im Dezember ein, was einem Rückgang von rund 84% gegenüber dem Vormonat entspricht, wie das FedWatch Tool der CME Group zeigt.

Alle Augen richten sich jedoch auf die mit Spannung erwarteten Daten zum US-Verbraucherpreisindex (CPI), die am Mittwoch veröffentlicht werden, um abzuschätzen, ob die Fed ihre Zinssenkungen über den Dezember hinaus fortsetzen wird.

Ökonomen erwarten, dass die jährliche Gesamt- und Kerninflationsrate des VPI im Oktober um 2,6 % bzw. 3,3 % gestiegen ist. In der Zwischenzeit dürften die Inflationsraten des VPI und des Kern-VPI auf Monatsbasis unverändert bei 0,2 % bzw. 0,3 % bleiben.

Eine negative Überraschung bei VPI und Kern-VPI dürfte die gedämpften Erwartungen hinsichtlich des Zinssenkungspfads der Fed verstärken. Umgekehrt könnte ein über den Erwartungen liegender Inflationsbericht die Markterwartungen verstärken, dass die Fed künftige Zinssenkungen überdenken könnte.

Jegliche Reaktion auf den US-Verbraucherpreisindex könnte von kurzer Dauer sein, da sich die Märkte auf die Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell am Donnerstag konzentrieren werden. Powell wird auf einer Veranstaltung der Federal Reserve Bank of Dallas über die globalen Aussichten sprechen.

In der Zwischenzeit werden eine Reihe neuer Reden von Entscheidungsträgern der Fed unter die Lupe genommen. Der Präsident der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, die Präsidentin der Fed von Dallas, Lorie K. Logan, der Präsident der Fed von Kansas City, Jeffrey Schmid, und ihr Amtskollege aus St. Louis, Alberto Musalem, stehen am Mittwoch im späten US-Handel auf der Rednerliste.

Technische Analyse von Gold: Tages-Chart

Wie auf dem Tages-Chart zu sehen ist, schloss der Goldpreis am Dienstag nach einem kurzen Einbruch unter 2.600 $.

Daraufhin versuchten die Käufer ein Comeback, während sich der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) der 50er-Marke näherte.

Sollte die Short-Coverage-Rallye an Fahrt gewinnen, könnte der Goldpreis die 50-Tage-Unterstützung (Simple Moving Average, SMA) bei 2.650 $ ins Visier nehmen, die sich zu einem Widerstand entwickelt hat.

Zuvor müssen die Käufer das Vortageshoch von 2.627 $ überwinden. Darüber kommt der statische Widerstand bei 2.670 $ ins Spiel.

Sollten die US-Inflationsdaten höher als erwartet ausfallen, könnte der Goldpreis in Richtung des 100-Tage-SMA bei 2.541 $ und damit in die Nähe des Tiefs vom 18. September fallen.

Verkäufer könnten jedoch im Bereich von 2.585 $ auf starke Unterstützung stoßen.

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