FXStreet - Die Wachstumsbelebung in der Eurozone ist der Deutschen Bank zufolge zyklischer und nicht struktureller Natur, wenngleich der Nachholbedarf das zyklische Wachstum eine Zeit lang stützen könnte.

Wichtige Zitate:

Umfragen zufolge ist mit einem annualisierten BIP-Wachstum von rund 3% zu rechnen. Die realwirtschaftlichen Daten deuten auf moderatere 1,5 – 2,0% hin. Falls die realwirtschaftlichen Daten künftig stärker ausfallen und eher den Umfrageergebnissen entsprechen, wäre mit einem Rückgang der freien Kapazitäten, einer Inflationsbeschleunigung, einem rascheren Ausstieg aus der akkommodierenden Geldpolitik und restriktiveren Finanzierungsbedingungen zu rechnen.

Bei einem BIP-Wachstum von 2,5% sowohl im Jahr 2017 als auch im Jahr 2018 könnte die Arbeitslosenquote im kommenden Jahr auf 8,5% sinken, so dass die Beschäftigungslücke geschlossen wäre. Dies würde wiederum zu einem rascheren Ausstieg der EZB führen. Angesichts der weiterhin hohen Verschuldung würde dies das Wachstum dämpfen.

Solange keine umfassenden Strukturreformen erfolgen, führt auch eine kräftige Wachstumsbelebung nicht zu einem nachhaltigen Gleichgewicht. Das Wachstum profitiert von einem gewissen Nachfragestau, einer lockereren Fiskalpolitik und einer Wechselkursabwertung.

** FXStreet Nachrichtenredaktion, FXStreet**